Kanton und Bund setzen sich für GE-Arbeitsplätze ein

14. September 2020 15:10

Aarau - General Electric will den Standort Oberentfelden schliessen und die Produktion nach Frankreich verlagern. Der Kanton Aargau und der Bund protestieren dagegen. Die Aargauische Industrie- und Handelskammer empfiehlt Steuersenkungen, um die Attraktivität des Standorts zu stärken.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau will zusammen mit dem Bundesrat für den Erhalt der General Electric-Arbeitsplätze im Aargau kämpfen. Der amerikanische Konzern hat die Schliessung seines Standorts Oberentfelden angekündigt. Die Produktion soll nach Frankreich verlagert werden. Im Kanton Aargau sind davon mehr als 500 Arbeitsplätze betroffen. Der Regierungsrat in Aarau fordert laut einer Medienmitteilung zusammen mit Bundesrat Guy Parmelin von General Electric (GE), auf die Verlagerung der Produktion nach Frankreich zu verzichten.

„Wir sind enttäuscht und betroffen, dass die GE-Führung die im Zusammenhang mit dem Standort Oberentfelden gemachten Versprechen bezüglich Stellenerhalt nun nicht mehr einhalten will“, erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, im Namen des Gesamtregierungsrats.

Die Aargauische Industrie- und Handelskammer (AIHK) zeigt sich in ihrer Medienmitteilung „sehr betroffen“ über die Pläne von GE und begrüsste die Initative von Kanton und Bundesrat. Sie verweist dabei auf ihren Vorschlag zur Erhöhung der Standortattraktivität: „Damit der Kanton Aargau für Unternehmen weiterhin attraktiv bleibt, sind allerdings auch Steueroptimierungen nötig: Der Aargau gehört zurzeit in die Gruppe der Kantone mit den höchsten Unternehmenssteuern. Es ist darum wichtig, die Gewinnsteuersätze für Unternehmen rasch zu senken und die Wirtschaft zu entlasten.“ gba

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