Kanton erzielt hohen Überschuss

30. März 2020 14:15

Chur - Der Kanton Graubünden hat die Rechnung 2019 mit einem operativen Überschuss von 115,5 Millionen Franken geschlossen. Dazu haben höhere Einnahmen und niedrigere Investitionen beigetragen. Das frei verfügbare Eigenkapital steigt auf fast 0,5 Milliarden Franken.

Ein Lichtblick in Zeiten hoher Ausgaben für die Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie: Die kantonale Rechnung 2019 schliesst besser als erwartet ab. Der operative Überschuss übertrifft mit 115,5 Millionen Franken nochmals den Überschuss des Vorjahres, der 105 Millionen Franken betragen hat, schreibt die Regierung in einer Mitteilung

Zu dem guten Ergebnis haben unter anderem niedrigere Nettoinvestitionen in Höhe von 50 Millionen Franken beigetragen. Davon waren 22 Millionen Franken als Beiträge an Dritte gedacht. Auch die Betriebsbeiträge an öffentliche Gemeinwesen und Dritte lagen um 33 Millionen Franken niedriger als erwartet. 

Andererseits fielen auch die Einnahmen höher aus. Die Zusatzausschüttung der Nationalbank brachte 15,3 Millionen mehr als erwartet, die Kantonssteuern spielten 21,6 Millionen mehr ein, die Verrechnungssteuer 6,9 Millionen Franken.

Der Kanton konnte daher sein frei verfügbares Eigenkapital von 418 Millionen auf 496 Millionen Franken steigern. Das gebundene Eigenkapital beträgt 2,0 Milliarden Franken. Dank der Jubiläumsdividende der Graubündner Kantonalbank und der Zusatzvereinbarung mit der Nationalbank über die Ausschüttungen 2020 und 2021 seien auch die Grundlagen für ein gutes Budget 2021 gelegt. Dann würden allerdings auch die Mehrbelastungen aus der Unternehmenssteuerreform und dem neuen Bundesfinanzausgleich spürbar werden. Doch „mit der nötigen Ausgabendisziplin und gezielten Massnahmen zur Erhöhung der Budgetqualität“ könnten die Herausforderungen gemeistert werden. stk

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