Jurassisches Geothermiekraftwerk nimmt nächste Hürde

13. Juli 2022 14:42

Haute-Sorne JU - Das Projekt eines Geothermiekraftwerks im Jura kann vorangetrieben werden. Der Kanton und die Projektträger haben sich auf strenge Sicherheitsmassnahmen für ein Pilotprojekt geeinigt. Die Stadt Zürich beteiligt sich über ewz mit 9 Millionen Franken an der Finanzierung.

Das geplante Geothermiekraftwerk in Haute-Sorne soll aus einer Tiefe von vier bis fünf Kilometern sauberen Strom und saubere Wärme gewinnen. Der Kanton Jura hat dazu im Juni eine Vereinbarung mit den Trägern Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura getroffen. 

Diese Vereinbarung sieht laut einer Mitteilung des Kantons strenge Sicherheitsauflagen für ein Pilotprojekt vor. So soll die Kenntnis des tiefen Untergrundes mit seismischen Messungen und einer Erkundungsbohrung verbessert werden. Die seismische Überwachung wird während der gesamten Dauer des Projekts fortgesetzt. Allfällige Schäden an Gebäuden sollen auf einfache Weise dokumentiert werden. Die Träger richten zudem einen Fonds ein für den Fall, dass die Anlagen wieder abgebaut und das Grundstück saniert werden müssen. 

Die Aktionäre der Betreiberunternehmen sichern nun die Finanzierung der nächsten Schritte. So hat die Stadt Zürich als Eigentümerin des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) dem Gemeinderat Ausgaben in Höhe von 9 Millionen Franken beantragt. „Die Tiefengeothermie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine drohende Winterstromlücke in der Schweiz zu schliessen und ergänzt somit andere erneuerbare Energien wie Wind und Sonne in idealer Art und Weise“, wird Stadtrat Michael Baumer in einer Mitteilung der Stadt zitiert.

Ausser ewz gehören auch das Tessiner Stromwerk AET, der Baselbieter Stromversorger ebl, die Lausanner EOS Holding, die Berner Stadtwerke ewb, der Gasverbund Mittelland und die Basler Stadtwerke IWB zu den Aktionären von Geo-Energie Suisse (GES). Geo-Energie Jura ist eine Tochter der GES. stk

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