Jungfirmen fordern Logistiker heraus

04. Januar 2017 11:19

Zürich - Investitionen in innovative Start-ups aus dem Logistikbereich nehmen zu. Führende Schweizer Logistikunternehmen müssten verstärkt mit den Jungfirmen zusammenarbeiten, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, zeigt eine Studie.

Investoren haben das Potenzial von Start-ups aus der Logistikbranche erkannt. Weltweit fliessen deswegen immer mehr Gelder in Firmen wie Flexport, UShip oder Uber Freight. Der Analyse der Managementberatung Oliver Wyman zufolge beliefen sich allein die öffentlich bekannten Finanzierungsrunden von Logistik-Start-ups in den vergangenen zehn Jahren auf fast 11 Milliarden Euro. Im Schnitt wird alle fünf Tage ein neues Logistik-Start-up gegründet.

„Innovative Start-ups sind dabei, das klassische Speditionsgeschäft komplett zu digitalisieren. Sie fragmentieren die bisherigen Supply Chains und revolutionieren durch die Kombination einer bisher nicht gekannten Menge an Daten die Effizienz und Transparenz des Transportgeschäfts”, wird Joris D’Incà, Partner und Logistikexperte bei Oliver Wyman in einer Medienmitteilung zitiert.

Schweizer Grossunternehmen aus dem Logistikbereich müssten nach der Ansicht von Oliver Wyman verstärkt mit Start-ups zusammenarbeiten. Wenn etablierte Anbieter nicht rechtzeitig auf die digitalen Geschäftsmodelle reagieren, werden die Start-ups nämlich zur Gefahr, erklärt D’Incà.

Ob die Schweiz Branchenprimus bleibt, hänge auch davon ab, „wie es den Logistikern gelingt, ihr Geschäft zu digitalisieren“, so Max-Alexander Borreck, Chef von Oliver Wyman. Derzeit finde der Austausch Schweizer Logistikunternehmen mit Start-ups wenn überhaupt nur sehr zögerlich statt. Dies könne zu einem Wettbewerbsnachteil für den Standort Schweiz werden. ssp

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