Junge Informatiker wollen keine Staatstrojaner

15. Juni 2016 15:17

Bern - Junge Informatiker sprechen sich gegen ein Gesetz aus, das den Einsatz von Staatstrojanern erlaubt. Diese könnten leicht missbraucht werden. Die bisherigen Möglichkeiten des Staats zur Strafverfolgung seien ausreichend.

Über 70 Prozent der Informatik- und Mediamatik-Lernenden wollen nicht, dass der Staat unbemerkt auf Computern und Mobiltelefonen polizeilich ermittelt. Sie sagen somit nein oder eher nein zu einem Gesetz, das den Einsatz von Staatstrojanern erlaubt. Dies zeigt eine neue Umfrage des Wirtschaftsverbands ICT-Berufsbildung Schweiz. 59 Prozent der befragten ICT-Spezialisten haben Angst, dass die zur Untersuchung nötige Software missbraucht werden könnte. Die bisherigen Möglichkeiten des Staats zur Strafverfolgung werden von den meisten Jugendlichen als ausreichend erachtet.

Damit spreche sich die untersuchte Gruppe deutlich gegen das vom Parlament verabschiedete Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) aus, schreibt ICT-Berufsbildung Schweiz in einer Mitteilung zur Umfrage. Gegen das Gesetz haben Jungparteien und diverse andere Organisationen und Verbände  bereits das Referendum ergriffen. Von den etablierten Wirtschaftsverbänden kämpft Swico gegen das Gesetz an. ssp

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