Jeder Dritte ist mit Hypothekarmodell unzufrieden

06. Januar 2023 13:47

Zürich - Die Hypothekarsätze für Festhypotheken sind Ende 2022 gestiegen. Als Folge plant laut einer Erhebung von Comparis jede dritte Person mit Eigenheim einen Wechsel des Hypothekarmodells. Mehr als 60 Prozent aller Einfamilienhäuser sind durch eine Festhypothek finanziert.

Die Hypothekarsätze für Festhypotheken sind im letzten Quartal des Jahres 2022 gestiegen. Die Richtsätze für fünfjährige Festhypotheken legten um 0,26 Prozentpunkte auf 2,79 Prozent zu. Die Richtsätze für zehnjährige Festhypotheken stiegen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,02 Prozent. Die Zahlen gehen aus dem Hypothekenbarometer der Vergleichsplattform Comparis hervor.

Laut einer Mitteilung von Comparis hat allein die Leitzinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Dezember bei den zehnjährigen Hypotheken zu einer Zinserhöhung um 0,4 Prozentpunkte geführt. Der Saron-Satz hat sich nach dem Zinsentscheid der SNB um 0,5 Prozentpunkte auf 1 Prozent verteuert. Zusammen mit der Saron-Referenzmarge von 0,96 Prozent kostet eine Saron-Hypothek nun knapp 2 Prozent.

Eine repräsentative Umfrage von Comparis zeigt, dass 62,6 Prozent aller Eigenheime durch eine Festhypothek finanziert sind. In 14,7 Prozent aller Fälle liegt eine Mischform von Festhypothek und der variablen Saron-Hypothek vor. 10,6 Prozent aller Eigenheime sind ausschliesslich durch eine Saron-Hypothek finanziert. Die restlichen Befragten haben ihr Heim bereits abbezahlt oder machten keine Angaben.

„Der turbulente Hypothekarmarkt des vergangenen Jahres hat viele Hypothekarzinsnehmende verunsichert”, so Comparis. Laut der Plattform erwägt nun jede dritte Person mit Eigenheim einen Wechsel des Hypothekarmodells. ssp

Mehr zu Immobilien

Aktuelles im Firmenwiki