IWF würdigt vorausschauende Politik der Schweiz

07. April 2022 14:59

Bern - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat bei seiner Länderprüfung der Schweiz eine vorausschauende Politik in der Krise bescheinigt. Die Wirtschaft habe sich erholt. Für 2022 geht der IWF von einem Wachstum von 2,2 Prozent aus.

Eine Delegation des Internationalen Währungsfonds hat vom 23. März bis 6. April 2022 die diesjährige Länderprüfung der Schweiz durchgeführt. Laut Medienmitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) hat der IWF festgestellt, dass sich die Schweizer Volkswirtschaft 2021 kräftig vom Pandemieeinbruch erholt hat. Für 2022 geht der IWF von einem Wachstum von 2,2 Prozent aus.

In seiner neuesten Prüfung zieht der IWF ein positives Fazit der Schweizer Massnahmen zur Verhinderung dauerhafter wirtschaftlicher Schäden durch die COVID-19 Krise. Geldpolitik und Unterstützung durch die öffentlichen Haushalte haben die rasche wirtschaftliche Erholung begünstigt. Der Krieg in der Ukraine könne aber die Wirtschaftsaktivität erneut bremsen.

In die Inflationsprognose des IWF von 2,5 Prozent für das gesamte Jahr 2022 fliessen Faktoren wie der Preisdruck bei Rohstoffen und Energie sowie das höhere Preisniveau der Importe ein. Die Aufwertung des Frankens bremse allerdings den Inflationsdruck im Inland.

Die Kapitalausstattung der Banken habe sich in der Krise als angemessen erwiesen. Mit einem starken Preis- und Kreditwachstum im Immobiliensegment haben aber vor allem für die Inlandbanken die Risiken zugenommen. Ein rascher Zinsanstieg könnte dort zu einer Preiskorrektur führen. Die Überwachung der Grossbanken sei wirksam. Der IWF sieht aber weiteren Handlungsbedarf bei der bankinternen Gouvernanz und dem Risikomanagement. Der Vorschlag des Bundesrates, ein Instrument zur Liquiditätshilfe im Rahmen eines Sanierungsverfahrens einzuführen, wird begrüsst.

Als weitere politische Prioritäten nennt der IWF die schon vorgesehenen Reformen der AHV und der 2. Säule. Ferner würdigt der IWF die Anstrengungen der Schweiz zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Sicherstellung der Energieversorgung. gba

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