IWB erwirtschaftet Jahresgewinn von 108 Millionen Franken

14. Mai 2021 10:00

Basel - Der Basler Energieversorger IWB hat seinen Geschäftsbericht für 2020 vorgelegt. Darin wird ein Jahresgewinn von 108 Millionen Franken ausgewiesen. Das Unternehmen will sich von fossilen Energieträgern verabschieden und Erneuerbare ausbauen.

Das Geschäftsjahr 2020 ist trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Stromverbraucherverhalten für den Basler Energieversorger IWB positiv verlaufen. Im jetzt vorgelegten Geschäftsbericht wird laut Medienmitteilung ein Jahresgewinn von 108 Millionen Franken ausgewiesen. Die Betriebsleistung von 772 Millionen Franken fällt um 5,4 Prozent tiefer aus als im Vorjahr.

Zur Begründung heisst es, 2020 sei ein warmes Jahr gewesen. Deshalb seien die Absatzmengen in den Sparten Fernwärme und Gas zurückgegangen. Den durch die Corona-Massnahmen verstärkten Rückgang des Stromabsatzes im Kanton Basel-Stadt konnte IWB durch Stromabsatz im freien Markt dagegen ausgleichen, heisst es im Geschäftsbericht.

Der um 1,9 Prozent auf  222 Millionen Franken gestiegene Cashflow werde von IWB in die Wärmetransformation investiert. Mit der Beteiligung an der Solarspezialistin Planeco GmbH und Investitionen in klimafreundliche Wärmeverbünde treibe IWB die Energiewende aktiv voran, heisst es in der Medienmitteilung. „Unser starker operativer Cashflow ist eine sichere Basis für unsere ambitionierte Strategie. IWB hat die finanzielle Kraft und den Willen, sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden, erneuerbare Energien auszubauen und eine moderne Netzinfrastruktur zu schaffen“, wird Claus Schmidt, CEO von IWB, zitiert.

Die angesprochene neue Unternehmensstrategie trägt die Bezeichnung IWB Strategie 2021+. Damit will der Basler Energieversorger eine moderne und zuverlässige Infrastruktur sichern, die Dekarbonisierung umsetzen und mit erneuerbaren Energien auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt wachsen. Die Trends in der Energiebranche seien Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und Deregulierung.

Bei IWB wurde der neue Geschäftsbereich Wärme geschaffen. Er soll den Umstieg von fossilen Heizungen auf erneuerbare Energien ermöglichen. Wärmetransformation sei eine Generationenaufgabe, die Grössenordnung dieses komplexen Projekts sei für die Schweiz „einmalig“, wird CEO Schmidt weiter zitiert. Photovoltaik und E-Mobilität seien ebenfalls Wachstumsmärkte. IWB sei mit der neuen Beteiligung an der Solarspezialistin Planeco GmbH gut positioniert. Bei der E-Mobilität betreibe IWB mittlerweile 153 öffentliche und private Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Mit dem neuen Konzept des Kantons Basel-Stadt werde IWB weitere 200 Ladesäulen bauen können. Für die Basler Verkehrsbetriebe baue IWB eine der europaweit grössten Ladeinfrastrukturen für Elektrobusse auf. gba 

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