Investoren fordern Massnahmen gegen Feuer im Amazonas

16. September 2019 10:42

Paris - Die Organisation Principles for Responsible Investment (PRI) fordert Massnahmen gegen die Feuer im Amazonasgebiet. Mehr als 2200 Investoren haben eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Sie rufen in Brasilien tätige Unternehmen auf, nachhaltiger zu agieren.

Die Organisation Principles for Responsible Investment (PRI) hat einen Appell für den Schutz des brasilianischen Regenwalds veröffentlicht. Mehr als 2200 Unterzeichner rufen darin in Brasilien tätige Unternehmen auf, ihr Geschäftsgebaren in dem Land auf Nachhaltigkeit zu prüfen. 

MarketWatch zitiert in einer Bericht PRI-Geschäftsführerin Fiona Reynolds: „Das wird eine grosse Zahl von Investoren sein, die Firmen ernsthaft dazu anhalten, im Amazonasgebiet einen besseren Job zu machen.“ Auf der kürzlich zu Ende gegangenen jährlichen PRI-Konferenz mit mehr als 1800 Personen diskutierten zahlreiche institutionelle Investoren ihre Sorgen bezüglich der Feuer im Amazonasgebiet. Darunter befanden sich Vermögensverwalter sowie Anbieter von Rentenfonds und Versicherungen.

Einige Unternehmen, so MarketWatch, hätten bereits Massnahmen gegen illegale Brandrodungen zugunsten von Viehherden, Getreide und der Extraktion von Bodenschätzen unternommen. So habe Nestlé dem Finanznachrichtendienst Dow Jones Newswires Ende August gesagt, dass der Konzern seine Fleisch- und Kakaokäufe in Brasilien überprüfe, um sicherzustellen, dass sie nicht zu diesen Bränden beitragen. Anfang dieses Monats habe der zweitgrösste Modehändler der Welt, H&M Hennes & Mauritz, gegenüber demselben Medium angegeben, dass das Unternehmen vorübergehend kein brasilianisches Leder kaufe. Auch die Eigner von Calvin Klein und Tommy Hilfiger hätten am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben, ihre Einkaufskette auf deren Beitrag zur Abholzung überprüfen zu wollen. mm

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