Bild: Eawag

Internet der Dinge schützt das Wasser

16. November 2016 11:15

Dübendorf ZH - Zürcher Forscher wollen den Zusammenhang zwischen Niederschlägen und Abflussprozessen mithilfe des Internets der Dinge untersuchen. Ihr Ziel ist es, die Abwasserstruktur besser zu verstehen und so etwa Gewässerverschmutzungen zu vermindern.

Das Internet der Dinge (IoT) soll künftig die Vision einer „gläsernen Stadt“ ermöglichen, erklärt das Wasserforschungsinstitut Eawag in Dübendorf in einer Medienmitteilung. Dank moderner Sensoren und dem LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) wollen die Forscher die bisher unsichtbare Abwasserinfrastruktur und das Geschehen im Untergrund besser verstehen. Konkret werden dabei Sensoren etwa in Kanalisationen installiert. Dank des LoRaWAN können die Sensoren dann unabhängig von Stromnetz und Kabelverbindungen miteinander kommunizieren und einander Datenmengen übermitteln.

Derzeit bauen die Forscher der Eawag in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ein Sensorennetzwerk in der Gemeinde Fehraltorf auf. Damit wollen sie den Zusammenhang zwischen Niederschlägen und Abflussprozesse untersuchen. Sensoren messen dabei Niederschlag, Abflüsse und Pegelstände und senden die Informationen an die Basisstationen des LoRaWAN.

Die Forscher konzentrieren sich dabei auch auf die räumliche und zeitliche Dynamik von Mikroverunreinigungen im Abwasser und die möglichen Einflüsse der urbanen Landnutzung. Durch das Sensornetzwerk wissen sie beispielsweise, wann die Kanalisation überlastet ist und unbehandeltes Abwasser in die Umwelt gelangt. Neben Gewässerverschmutzungen wollen die Forscher mit den Netzwerk künftig etwa auch Hochwasserrisiken vermindern.

Das neue Projekt ist laut der Eawag eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. So setzen die Forscher für ihr Projekt beispielsweise Sensoren ein, die von Decentlab, einer Ausgründung aus der Eidgenössische Materialforschungs- und Prüfungsanstalt (Empa), entwickelt wurden. ssp

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