Intelligente Stromnetze können Netzausbau minimieren

30. November 2017 12:15

Riedholz SO - Mehr als ein Jahr lang hat das Pilotprojekt SoloGrid den Energiefluss in einem Stromverteilnetz selbstständig optimiert. Die dabei verwendete Technologie könnte den Ausbau von Verteilernetzen minimieren helfen.

Gemeinsam mit den Unternehmen AEK, Adaptricity und Landis+Gyr hat Alpiq im Juli 2016 in einer Wohnsiedlung der Solothurner Gemeinde Riedholz ein Pilotprojekt gestartet, bei dem der Energiefluss im dortigen Stromverteilnetz durch künstliche Intelligenz selbstständig dezentral ausgeglichen werden solle, informiert Alpiq in einer Mitteilung.  

Im Projekt SoloGrid wurde dabei das Alpiq-Energy-Management-System GridSense mit intelligenten Stromzählern von Landis+Gyr kombiniert. Eine Software der ETH-Ausgründung Adaptricity simulierte für das Projekt zudem eine Reihe von Netzsituationen, die in der Realität nicht eingetreten waren. Das Bundesamt für Energie (BFE) und der Kanton Solothurn brachten sich mit finanzieller Unterstützung ein. 

In dem bis Oktober 2017 laufenden Projekt konnte gezeigt werden, dass die eingesetzte Technologie die Leistungsspitzen und Spannungsschwankungen ausgleichen kann, wie sie beispielsweise von der verstärkten Nutzung von Elektrofahrzeugen und den wechselnden Lichtverhältnissen für die Photovoltaikanlagen verursacht werden. Die Technologie sei somit „eine effiziente und praktikable Alternative zu einem konventionellen Ausbau der Verteilnetze“, schreibt Alpiq in der Mitteilung. hs

Aktuelles im Firmenwiki