Intelligente Städte brauchen verschiedene Strategien

14. Oktober 2019 10:39

State College PA - Forscher der Pennsylvania State University haben vier verschiedene Typen von intelligenten Städten identifiziert. Ihre Forschungen könnten Stadtplanern dabei helfen, wirksamere urbane Strategien zu entwickeln.

Intelligente Städte oder Smart Cities nutzen Informations- oder Kommunikationstechnologien, um urbane Probleme in Bereichen wie dem Wohnungsmarkt, dem Verkehr oder der Energie zu lösen. Die Bezeichnung Smart Cities sei hingegen mehr ein Modewort und stehe nicht wirklich für klar definierte Massnahmen, meint Krishna Jayakar, Telekommunikationsprofessor an der Pennsylvania State University.

Daher haben Jayakar und seine Kollegen in einer vergleichenden Studie 60 intelligente Städte aus der ganzen Welt untersucht. Ziel war es, verschiedene Typen oder Kategorien von intelligenten Städten zu entwickeln. Dadurch soll es Stadtplanern ermöglicht werden, sich an Modellen zu orientieren, für welche dieselben sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen gelten wie für die eigene Stadt. Die entsprechenden Forschungen haben zur Identifikation von vier verschiedenen Typen von Smart Cities geführt.

Der Typ „Grundlegende Dienstleistungen“ ist durch den Einsatz mobiler Netzwerke im Katastrophenschutz und durch digitale Gesundheitsdienstleistungen geprägt. Beispiele hierfür sind Tokio und Kopenhagen. Das Modell „Intelligente Transportlösungen“ umfasst dicht besiedelte Städte, welche sich mit dem Personenverkehr und der Logistik von Gütern befassen. Diese Städte, dazu gehören Singapur und Dubai, konzentrieren sich darauf, urbane Verkehrsprobleme durch intelligente Lösungen wie Car Sharing oder autonom fahrende Autos zu beheben.

Beim Typ „Grosses Wirkspektrum“ stehen urbane Dienstleistungen wie die Wasserversorgung sowie das Abwasser- und Abfallmanagement im Mittelpunkt. Wie auch hinsichtlich der Verschmutzung der Stadt sollen hierbei technologische Lösungen eingesetzt werden. Beispiele für solche Städte sind Barcelona, Vancouver und Peking. Beim Modell „Wirtschaftliches Umfeld“ schliesslich wird IT genutzt, um die Wirtschaft voranzubringen. Amsterdam, Edinburgh und Kapstadt gehören zu diesen Städten. Die Förderung von Hochtechnologieunternehmen steht hier ebenso auf der Agenda wie die Ausbildung im digitalen Bereich.

„Durch unsere Ergebnisse können wir Stadtplanern Informationen über spezifische Projekte und Modelle anbieten, die von anderen Planern in den entsprechenden Bereichen genutzt werden“, sagt Jayakar. es

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