InSphero-Wissenschaftler erhält Auszeichnung

03. November 2016 12:21

Schlieren ZH – Das Schlieremer Biotechnologieunternehmen InSphero entwickelt organotypische 3D-Mikrogewebe. Dadurch können Tierversuche in der Medikamentenentwicklung reduziert werden. Dafür wurde Olivier Frey nun ausgezeichnet.

Olivier Frey ist bei InSphero für mikrophysiologische Systeme verantwortlich. Seine Fähigkeiten nutzt er, um 3D-Mikrogewebe in mikrophysiologische Systeme zu integrieren, die für In-Vitro-Arzneimitteltests genutzt werden. Dafür hat er nun den 3Rs Award for Europe erhalten, wie InSphero in einer Medienmitteilung erklärt. Dieser wird von der Organisation Association for Assessment and Accrediation of Laboratory Animal Care (AAALAC), die sich für den Tierschutz in der Wissenschaft einsetzt, und dem Innovation & Quality Consortium vergeben. Das IQ Consortium fördert innovative Lösungen bei Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Frey hat den Preis am Mittwoch in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina erhalten.

Frey war bei der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) für Forschungsarbeiten innerhalb des EU-Programms Body on a Chip (BoC) verantwortlich, an dem sich auch InSphero beteiligt hat. Dabei werden Teile des menschlichen Körpers auch einem Chip nachgebildet, der dann für Arzneimitteltests genutzt wird. Dabei kommen auch 3D-Mikrogewebe zum Einsatz, um beispielsweise zu testen, ob bestimmte Arzneimittel Organe wie die Leber oder das Herz schädigen können.

Frey bezeichnet die Auszeichnung als grosse Ehre. Bei dem 3Rs Award wird Bezug auf die 3Rs aus dem Tierschutz genommen. So sollen Tiere in der Forschung ersetzt (Replacement) oder es soll eine geringere Anzahl verwendet werden (Reduction). Zudem sollen die Tests im Sinne der Tiere verbessert werden (Refinement). InSphero würde bei den 3D-Mikrogeweben als Innovator vorangehen und sei ein wertvoller Wirtschaftspartner bei dem Forschungsprojekt an der ETH gewesen, lobt Frey das Schlieremer Unternehmen. Seine Arbeit werde InSphero helfen, die Technologie gewinnbringend voranzutreiben, meint Geschäftsführer Jan Lichtenberg.

InSphero wurde aus der ETH und der Universität Zürich (UZH) ausgegliedert und hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh

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