InSphero nimmt 10 Millionen Dollar ein

Die zusätzlichen 10 Millionen Dollar stammen von internen und externen Investoren und erhöhen die Einnahmen aus der jüngsten Finanzierungsrunde auf insgesamt 35 Millionen Dollar, wie es in einer Medienmitteilung von InSphero heisst. Das Schlieremer Unternehmen entwickelt 3D-Mikrogewebe, an welchen die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten getestet werden können. Diese Modelle von Geweben und Organen werden auch für die Organ-on-a-Chip-Technologie genutzt, bei denen die Wirkungsweisen von ganzen Organsystemen studiert werden können.

InSphero wird die zusätzlichen Mittel in die Weiterentwicklung der eigenen Forschung im Bereich Organ-on-a-Chip investieren. Damit kann die Wirkungsweise von Substanzen auf den gesamten Körper untersucht werden. InSphero möchte damit eine gezieltere Behandlung von Stoffwechselkrankheiten und Krebserkrankungen ermöglichen. Dabei arbeitet das Schlieremer Unternehmen mit Partnern wie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und dem Basler Pharmaunternehmen Roche zusammen. Durch den Ansatz sollen einerseits die Möglichkeiten in der Medikamentenentdeckung und -entwicklung verbessert und andererseits Tierversuche in diesem Bereich und auch der Kosmetik überflüssig gemacht werden.

Durch die neuen Mittel kann InSphero die Entwicklung von einem Lieferanten zu einem Partner abschliessen, heisst es von CEO Jan Lichtenberg in der Mitteilung. Verwaltungsratschef Jürg Gysi sieht durch die Investition eine Unterstützung für den fortlaufenden Wachstumskurs von InSphero. Das Unternehmen weist in der Mitteilung auch auf die andauernde Unterstützung von Venturelab bei der Finanzierung von InSphero hin. Venturelab ist Teil des IFJ Instituts für Jungunternehmen mit Vertretungen in Schlieren, St.Gallen und Lausanne.

Bei InSphero handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) und der ETH mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh