Innosuisse fördert neuen Corona-Impfstoff von RocketVax

16. April 2021 12:57

Basel - Führende Schweizer Fachleute für Immunologie und Virologie haben sich im Basler Start-up RocketVax zusammengetan, um einen Corona-Impfstoff der nächsten Generation zu entwickeln. Die ersten sechs Monate Entwicklungsarbeit wurden von Innosuisse mit 1,2 Millionen Franken gefördert.

Das im Sommer 2020 gegründete Start-up RocketVax entwickelt nach eigenen Angaben die zweite Generation eines Corona-Impfstoffs. Das Vektor-Vakzin soll das Virus umfassender bekämpfen und wirksamer gegen Mutationen sein als bisher verfügbare Impfstoffe. Die erste sechsmonatige Projektphase wurde von Innosuisse mit 1,2 Millionen Franken gefördert.

RocketVax ist eine Tochtergesellschaft der Swiss Rockets AG, einem Inkubator und Beschleuniger für Start-ups. Das Unternehmen basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Swiss Rockets, der Gigabases Switzerland AG, einer Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), dem Universitätsspital Basel, der ETH Zürich, der Universität Zürich (UZH), der Universität Basel und dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Insitut.

„Die Unterstützung durch die Schweizer Innovationsagentur Innosuisse bestätigt die Richtigkeit unseres innovativen Forschungsansatzes“, wird Gründer und CEO von SwissRockets und RocketVax, Dr. Vladimir Cmilijanovic, in einer Medienmitteilung zitiert. „Für das Team stellt diese Unterstützung einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Verwirklichung des Projektziels dar, einen SARS-CoV-2-Impfstoff der nächsten Generation zu entwickeln.“

Der Impfstoff von RocketVax, RVX-13, verwendet Coronavirus-basierte Vektoren. Vor allem anderen zeichnet ihn aus, dass er anders als die Impfstoffe der ersten Generation, die nur auf das Spike-Protein abzielen, alle Strukturproteine von SARS-CoV-2 enthält. Sie können sich aber nicht vermehren, sind also nicht infektiös. Dies soll eine deutlich breitere Antikörperreaktion provozieren und das Risiko viraler Fluchtmechanismen reduzieren.

Eine digitale DNA-Design-Plattform ermögliche, dass der Designprozess einfach und die Herstellung der neuen Impfstoffvektoren effizient sei, heisst es in der Mitteilung. Ausserdem könne er schnell an Virenmutationen angepasst werden. Allergische Reaktionen würden vermieden. Und er sei bei Raumtemperaturen länger stabil.

Nun stehe der Proof of Concept im Tiermodell unmittelbar bevor. Die Qualitätssicherungs (GMP)- und Scale-up-Aktivitäten stünden innerhalb der nächsten acht Monate an. Dann sollen präklinische und klinische Studien folgen. mm

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