Industriekonjunktur verliert an Schwung

01. Februar 2019 12:38

Zürich - Der von Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist zum Jahresanfang erstmals unter seinen langjährigen Mittelwert gesunken. Er verbleibt aber weiterhin im Wachstumsbereich. Sein Pendant für den Dienstleistungssektor legte hingegen zu.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im Januar mit 54,3 Zählern um 3,2 Indexpunkte unter dem Wert vom Dezember 2018. Dabei habe der PMI seit August 2018 insgesamt 10,3 Punkte nachgegeben, notiere aber weiterhin klar im bei 50 Punkten beginnenden Wachstumsbereich, schreiben die Analysten. Erstmals seit langem ist der PMI jedoch leicht unter seinen langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten gesunken.

Die Analysten gehen davon aus, dass sich die Schweizer Konjunktur zwar genau wie das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, das Wachstum hierzulande jedoch „nach wie vor vergleichsweise solide“ verbleibt. Dabei stützen sie sich auf klar im Wachstumsbereich notierende Subkomponenten wie Auftragsbestand und Beschäftigungslage. Ein Nachgeben der Subkomponente Produktion spiegele jedoch „eine weniger starke Produktionssteigerung“ als in den vergangenen Monaten wider.

Der PMI im Dienstleistungssektor kletterte im Januar hingegen im Vergleich zum Dezember 2018 um 3,6 Indexpunkte auf den Stand von 59,8 Zählern. Zwar seien die monatlichen Veränderungen aufgrund genereller starker Schwankungen des Index für den Dienstleistungssektor mit Vorsicht zu interpretieren, erläutern die Analysten. Sie gehen dennoch von guten Aussichten für die Schweizer Dienstleistungsunternehmen aus. Sie profitierten offenbar „stärker von dem dank guter Arbeitsmarktlage soliden Konsumklima hierzulande als die eher exportorientierte Industrie“. hs

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