Industriekonjunktur bleibt robust

03. Dezember 2018 13:50

Zürich - Der von Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie hat sich im November im Wachstumsbereich stabilisiert. Sein Pendant für den Dienstleistungssektor ging dagegen den zweiten Monat in Folge zurück.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im November mit 57,7 Zählern um 0,2 Indexpunkte über dem Wert vom Oktober. Damit habe der Abwärtstrend des PMI aus den vergangenen zwei Monaten angehalten werden können, schreiben die Analysten. Sein Wert liege dabei sowohl weit in der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumszone als auch über dem langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten, erläutern die Analysten weiter. Sie gehen daher von einer „immer noch vergleichbar robusten Industriekonjunktur“ aus.

Der Schweizer PMI bewege sich damit entgegen dem globalen Trend, schreiben die Analysten weiter. Sie weisen insbesondere darauf hin, „dass der Schweizer PMI seit April dieses Jahres deutlich höher notiert als seine Pendants in Deutschland oder der gesamten Eurozone“. Als Gründe werden im aktuellen PMI konjunkturbremsende Probleme der deutschen Automobilindustrie, Streiks in Frankreich und Unsicherheiten in Italien genannt. In der Schweiz ernte die Industrie dagegen „die Früchte der Massnahmen, die nach der abrupten Frankenaufwertung 2015 zusätzlich ergriffen wurden“.

Im Dienstleistungssektor zeige der Trend hingegen „mittlerweile abwärts oder bestenfalls noch seitwärts“, heisst es im aktuellen PMI. Hier wurde nach einem Rückgang im Oktober im November ein weiterer Rückgang um 2 Punkte auf 53,7 Zähler registriert. Damit erreiche der Index seinen „tiefsten Stand seit Oktober 2016“, verbleibe aber „weiterhin deutlich in der Wachstumszone“, erläutern die Analysten. hs

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