Industrie zeigt Wachstumsschwäche

01. Oktober 2019 13:40

Zürich - Der von Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im September auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken. Sein Pendant im Dienstleistungssektor legte hingegen oberhalb der Wachstumsschwelle weiter zu.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im September mit 44,6 Zählern um 2,6  Indexpunkte unter dem Wert vom August. Weder während der Rezession in der Eurozone 2012 noch während des Frankenschocks 2015 habe der Index ein derart tiefes Niveau unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten erreicht, schreiben die Analysten. Tiefer gelegen habe der PMI zuletzt im Juli 2009.

Für den Tiefstand im September machen die Analysten vor allem Rückgänge bei den Subkomponenten Produktion und Auftragsbestand verantwortlich. Mit 44,9 beziehungsweise 41,2 Zählern hatten beide Komponenten deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle notiert. Auch die Subkomponente Einkauf schloss mit 37,6 Zählern und einem Verlust von 2,9 Punkten im Vergleich zum August auf einem historischen Tiefstand. Die Analysten gehen davon aus, dass die Industrieproduktion auch in den kommenden Monaten schwach bleiben wird.

Der PMI im Dienstleistungssektor legte im September hingegen um 1,1 Punkte auf den Stand von 56,4 Zählern zu. Hier war vor allem ein Anstieg der Subkomponente Geschäftstätigkeit gegenüber dem August um 3,2 Punkte ausschlaggebend, schreiben die Analysten. Steigende Neuaufträge deuten ihnen zufolge auch auf „eine solide Grundlage für eine fortgesetzt gute Dienstleistungskonjunktur“ hin. Gestützt auf diese gehen die Analysten für die nahe Zukunft von einem wenn auch schwachen Wachstum der Schweizer Wirtschaft insgesamt aus. hs

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