Industrie treibt Wirtschaftswachstum

31. Mai 2022 13:44

Bern - Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz hat im ersten Quartal 2022 um 0,5 Prozent zugelegt. Das Wachstum wurde vor allem vom Industriesektor generiert. Davon konnten auch Teile des Sektors Dienstleistungen profitieren. Dies zeigen Erhebungen des Bundes.

Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz ist im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent gewachsen, informiert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung. Im letzten Quartal 2021 wurde ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent erreicht. Damit habe sich die Konjunkturerholung in diesem Jahr erwartungsgemäss fortgesetzt, schreiben die Analysten des SECO in der Mitteilung. 

Als Wachstumstreiber im Berichtsquartal machen die Analysten den Industriesektor aus. Hier sei die Wertschöpfung mit 1,7 Prozent „erneut robust“ gestiegen. Dabei habe eine gestiegene Nachfrage der wichtigsten Handelspartnerländer die Wachstumsdynamik in allen Industriezweigen bis auf die chemisch-pharmazeutische Industrie im Quartalsvergleich deutlich beschleunigt. Die Warenexporte insgesamt legten gegenüber dem letzten Quartal 2021 mit 1,4 Prozent stärker als im historischen Durchschnitt zu. 

Teile des Dienstleistungssektors konnten von der Wachstumsdynamik der Industrie profitieren. In der Mitteilung streichen die Analysten hier den Grosshandel und die Transport- und Kommunikationsbranche heraus. Andere Teile des Dienstleistungssektors wurden hingegen von der jüngsten Pandemiewelle eher ausgebremst. Allerdings hätten die bereits ab Februar wieder gelockerten gesundheitspolitischen Massnahmen die Wirtschaft „deutlich weniger“ als in vergangenen Pandemiewellen eingeschränkt, konstatieren die Analysten. Sie haben dementsprechend lediglich im Gastgewerbe einen deutlichen Rückgang von 2,2 Prozent beobachtet. hs

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