Industrie spürt Gegenwind

06. November 2019 14:19

Zürich - Nach relativ stabilen Sommermonaten ist der Geschäftslageindikator der KOF im Oktober wieder gesunken. Vor allem im Industriebereich trübt sich die Geschäftslage zunehmend ein. Auch Baugewerbe und Handel kämpfen mit Gegenwind.

Die Geschäftslage der Schweizer Unternehmen sei „derzeit deutlich ungünstiger als im Herbst vergangenen Jahres“, schreiben die Analysten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung zu ihrer aktuellen Konjunkturumfrage vom Oktober. Sie hatten dafür Rückmeldungen von mehr als 4500 privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgewertet. In den zurückliegenden Sommermonaten war der aus den Konjunkturumfragen erstellte Geschäftslageindikator noch relativ stabil geblieben.

Im Oktober sei der Geschäftslageindikator hingegen in den meisten betrachteten Wirtschaftsbereichen gesunken, erläutern die Analysten in der Mitteilung. Im Industriebereich wurde dabei den elften Monat in Folge eine Verschlechterung der Geschäftslage registriert. Auch in Detail- und Grosshandel sowie im Baugewerbe zeigten die Indikatoren nach unten. Eine Aufhellung der Geschäftslage war lediglich in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbranchen erkennbar.

Den Schweizer Industrieunternehmen bereiteten insbesondere zu kleine Auftragsbestände Sorgen, erläutern die Analysten. In Folge werde die Produktionstätigkeit gedrosselt, die Auslastung der Kapazitäten nehme ab. Zwar habe sich die Wettbewerbsposition der Schweizer Unternehmen „weder im Inland noch im Ausland“ verändert, heisst es in der Mitteilung. Die Ertragslage der Industrieunternehmen sei aber durch die dafür nötigen Preiszugeständnisse verschlechtert worden. Zudem kämpften die Unternehmen trotz der Preissenkungen „mit einer zu geringen Nachfrage nach ihren Produkten“. hs

Aktuelles im Firmenwiki