Indizes sollen kontroverse Waffen ausschliessen

Eine Initiative fordert den Ausschluss der Hersteller kontroverser Waffen aus den gängigen Indizes. Bild: WmcRahulSaini/Wikipedia, Creative Commons

Obwohl viele Anleger nicht in Wertpapiere von Herstellern kontroverser Waffen investieren wollen, sind sie nach wie vor in den gängigsten Indizes enthalten. Insbesondere passive Anleger haben somit keine Möglichkeit, Hersteller kontroverser Waffen von ihren Anlagen auszuschliessen, erläutert Swiss Sustainable Finance in einer Mitteilung. Die Branchenorganisation hat bereits im August 2018 eine Initiative lanciert, die den Ausschluss kontroverser Waffen aus den Indizes zum Ziel hat.

Mit Stand vom 7. Februar 2019 haben sich nunmehr insgesamt 143 Asset Manager, Besitzer von Vermögenswerten, Vermögensverwalter und Vermögensdienstleister aus der ganzen Welt der Initiative angeschlossen, informiert Swiss Sustainable Finance in der Mitteilung weiter. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem auch die Fondsgesellschaften der UBS und der Credit Suisse. Gemeinsam verwalten sie ein Vermögen von rund 6,9 Billionen Dollar.

Ihr Anliegen wurde zudem am Montag in einem offenen Brief in der „Financial Times“, der „Neuen Zürcher Zeitung“ und der „Le Temps“ veröffentlicht. Darin werden Indexanbieter wie Standard & Poor's oder Dow Jones Indices aufgefordert, Unternehmen mit Bezug zu kontroversen Waffen aus ihren Indizes zu entfernen. Damit soll den umstrittenen Unternehmen der Zugang zu Finanzmitteln erschwert werden. „Die Abstimmung der Anlegerportfolios auf etablierte Werte und Standards wird zur neuen Normalität bei Pensionskassen und anderen institutionellen Anlegern“, wird Sabine Döbeli, CEO von Swiss Sustainable Finance, in der Mitteilung zitiert. „Dass unsere Initiative die Unterstützung einer so grossen Zahl von Organisationen gewinnen konnte, ist ein starkes Signal an die Indexanbieter, und wir halten es für eine logische Folge, diese Forderung in den globalen Indizes widerzuspiegeln.“ hs