Immobilienwirtschaft wünscht sich Erleichterungen

06. April 2020 11:31

Zürich - Auch die Schweizer Immobilienwirtschaft steht angesichts der COVID-19-Krise vor grossen Herausforderungen. Doch Pessimismus sei fehl am Platz, schreibt EY Schweiz in seiner Studie. Die Befragten machen Vorschläge zur Milderung ihrer Notlage.

 

EY Schweiz hat eine Befragung in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit den Resultaten des Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2020 abgeglichen. „Auch wenn die langfristigen Folgen noch nicht abzusehen sind: Die Schweizer Immobilienwirtschaft steht angesichts der COVID-19-Krise vor gewaltigen Herausforderungen“, wird Studienautor Claudio Rudolf, Partner und Leiter Transaction Real Estate, in einer Medienmitteilung zitiert. „Pessimismus ist aber fehl am Platz.“

Wohn- und Logistikimmobilien weisen nach Einschätzung der Befragten eine vergleichsweise hohe Stabilität in dieser Krise auf. Logistikimmobilien könnten aufgrund der steigenden Belieferungen sogar profitieren, jedenfalls aber ihr Preisniveau halten. Davon geht mehr als ein Drittel der Umfrageteilnehmer aus. Vor der Krise war es noch die Hälfte.

Deutlich kritischer wird die Zukunft von Büro- und Detailhandelsimmobilien eingeschätzt. 76 Prozent rechnen mit fallenden Preisen. Zuvor waren es 8 Prozent. Vor der grössten Herausforderung stehen Hotelimmobilien. „Entscheidend wird sein, wie lange die Krise die Wirtschaft und Gesellschaft im Griff hat und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie hat“, so Rudolf.

89 Prozent der Befragten prognostizieren ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld. 62 Prozent gehen davon aus, dass künftige Kreditvergaben restriktiver werden. Für die Milderung der Notlage wünschen sie sich Erleichterungen im Besteuerungs-, Erhebungs- und Vollstreckungsverfahren. Von einem Drittel werden erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Ein Viertel hält etwa auch den vorübergehenden Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer für ein hilfreiches Instrument. mm

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