Immobilienbranche sieht Chancen in Digitalisierung

05. April 2019 10:15

Zürich - Mehr als die Hälfte der von EY befragten Personen aus der Immobilienbranche ist der Meinung, dass die Digitalisierung Effizienzsteigerungen ermöglicht. Die Datenstrukturierung wird dabei als besonders wichtig angesehen.

Das Beratungsunternehmen EY hat Personen aus der Schweizer Immobilienbranche zur Digitalisierung befragt. 75 Prozent der Studienteilnehmer sehen dabei einen starken Einfluss der Digitalisierung innerhalb von fünf Jahren. 28 Prozent sehen bereits gegenwärtig einen starken Einfluss. „Die Digitalisierung wurde als wesentlicher und nachhaltiger Trend erkannt, der unsere Branche schon heute, aber umso stärker noch langfristig umkrempeln wird“, kommentiert Claudio Rudolf, Autor der Studie.

Die Mehrheit der Befragten steht der Digitalisierung positiv gegenüber: So sind 58 Prozent der Meinung, dass die Digitalisierung Effizienzsteigerungen ermöglicht. Ganze 83 Prozent sehen dieses Potenzial bereits in den kommenden fünf Jahren. Es wird etwa erwartet, dass dank der digitalen Technologie schnellere, datengestützte Entscheidungen gefällt sowie der Personalbereich und das Neugeschäft optimiert werden können.

Fast alle Umfrageteilnehmer waren sich einig, dass die Datenstrukturierung aktuell der wichtigste Digitalisierungstrend ist. „Durch den Einsatz geeigneter Datenmodelle und moderner Algorithmen können schon heute auf Basis von Vergangenheitswerten konkrete Handlungsfelder erarbeitet werden“, erklärt Casper Studer, Senior Manager bei EY und ebenfalls Autor der Studie. So liessen sich etwa Massnahmen zur Instandhaltung, Einspruchsrisiken bei Nebenkostenabrechnungen, Dienstleisterkontrollen oder etwa das Kündigungsverhalten von Mietern vorausschauend und faktenbasiert optimieren.

Als die grösste Herausforderung sehen die Befragten, dass nicht genügend Fachkräfte vorhanden sind, um bei der Digitalisierung zu helfen. ssp

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