Immobilienbranche fürchtet Auswirkungen des Krieges in der Ukraine

23. Juni 2022 13:42

Zürich - Eine Mehrheit von Fachleuten der Immobilienbranche befürchtet, dass sich der Krieg in der Ukraine negativ auf den Schweizer Immobilienmarkt auswirken wird. Dies stellt PriceHubble in einer Umfrage fest. Hintergrund sind steigende Baukosten und Hypothekarzinsen.

Das auf digitale Analysen für Wohnimmobilien spezialisierte PropTech PriceHubble hat die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf den Schweizer Immobilienmarkt untersucht. Die Mehrheit der für die entsprechende Studie befragten 89 Immobilienfachleute rechneten mit negativen Auswirkungen für das eigene Unternehmen, informiert PriceHubble in einer Mitteilung. Als Hintergrund für die Befürchtungen haben die Befragten steigende Baukosten und Hypothekarzinsen sowie eine stagnierende oder abnehmende Nachfrage genannt. 

Allerdings gehen 55 Prozent der Befragten nicht von einem Rückgang der eigenen Mandate aus. Die Hälfte der Befragten ist zudem der Ansicht, dass es zu keinen Verzögerungen von Projekten aufgrund des Krieges kommen wird. Bei der Frage nach voraussichtlichen Preisentwicklungen für Luxusimmobilien geht jeweils etwa ein Drittel von einem Anstieg, einem Abstieg oder keiner Veränderung aus. 

Auch bei der Frage nach Preisentwicklungen für Immobilien mit einer hohen Energieeffizienzklasse halten sich die Erwartungshaltungen Anstieg und Abstieg mit jeweils 50 Prozent die Waage. Bezüglich der Nachfrage nach solchen Objekten haben 68 Prozent der Befragten seit Beginn des Kriegs noch keine Veränderung festgestellt, 38 Prozent haben eine Steigerung registriert. Ein Immobilienverwalter habe die Frage allerdings dahingehend kommentiert, dass er aufgrund der steigenden Sensibilität für Energieeffizienz über kurz oder lang mit einem Nachfragewachstum rechne, erläutert PriceHubble. hs

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