Immer mehr Frauen melden Patente an

15. November 2016 14:31

Genf - Immer mehr Frauen sind an internationale Patentanmeldungen beteiligt, zeigt eine Studie der World Intellectual Property Organization. Die Gleichstellung der Geschlechter ist in diesem Bereich in Südkorea und in China am höchsten.

Im Jahr 2015 waren an 29 Prozent der internationalen Patentanmeldungen auch mindestens eine Erfinderin beteiligt. Dies zeige, dass die Beteiligung der Frauen bei Patentanmeldungen in den vergangenen 20 Jahren stark zugenommen hat, hält die World Intellectual Property Organization (WIPO) fest. Im Jahr 1995 waren Frauen nur bei 17 Prozent der Patentanmeldungen vertreten. WIPO-Generaldirektor Francis Gurry bezeichnet die Entwicklung als positiv. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass Entscheidungsträger sich weltweit für die Förderung von Frauen in Bereichen wie Technologie und Ingenieurwissenschaft oder Mathematik einsetzen sollten. Dadurch könnte die Anzahl der Erfinderinnen noch weiter erhöht werden.

Der Anteil der Frauen bei Patentanmeldungen war 2015 mit 50 Prozent in Südkorea am höchsten. An zweiter Stelle schloss China mit 49 Prozent, gefolgt von Polen (40 Prozent), Spanien (35 Prozent) und Singapur (43 Prozent). Am tiefsten war die Beteiligungsquote von Frauen in Südafrika (16 Prozent), gefolgt von Italien (18 Prozent) sowie Deutschland und Japan mit je 19 Prozent. Bei der Auswertung wurden ausschliesslich die Staaten in Betracht gezogen, die den Vertrag über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens unterzeichnet haben.

Frauen waren in erster Linie in Bereichen der Biotechnologie, Pharma und Chemie bei Patentanmeldungen vertreten. Am wenigsten waren sie an Patenten aus den Bereichen Mechanik, Transport und Werkzeugmaschinen beteiligt. ssp

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