Ignazio Cassis besucht den Europarat

11. Oktober 2022 12:04

Bern/Strassburg - Bundespräsident Ignazio Cassis hat als erster Bundespräsident seit mehr als 30 Jahren den Europarat in Strassburg besucht. In seiner Rede vor der Parlamentarischen Versammlung betonte er dessen wesentliche Rolle für den konstruktiven Dialog in Europa sowie die Verbundenheit der Schweiz.

Aus der Sicht der Schweiz stellt der Europarat „ein wesentliches Element für den konstruktiven Dialog in Europa“ dar. Das betonte Bundespräsident Ignazio Cassis laut einer Medienmitteilung beim ersten Besuch eines Bundespräsidenten beim Europarat in Strassburg seit mehr als 30 Jahren. Für die Schweiz sei es zentral, so Cassis, dass der Europarat seine Qualitäten als bewährtes Forum für den Dialog unterstreiche und den Multilateralismus stärke, indem er sich auf essenzielle Aufgaben konzentriere.

In seiner Rede vor den rund 600 Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung sagte er, dass die gegenwärtigen Krisen „uns nicht zur Verzweiflung treiben“ dürften. „Ganz im Gegenteil, sie rufen uns in Erinnerung, dass es unsere Aufgabe ist, uns für die Werte einzusetzen, denen wir uns verpflichten und die vom Europarat hochgehalten werden.“ In dieser entscheidenden Zeit „müssen wir dem Europarat – gemeinsam und mit der Unterstützung seiner leitenden Organe – eine neue, ehrgeizige Vision und einen neuen, starken politischen Elan vermitteln“.

Dass das Ziel sein müsse, „einen unbestreitbaren Mehrwert des Europarats unter Beweis zu stellen“, bekräftigte Cassis auch in Einzelgesprächen mit Tiny Kox, dem Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung, und mit der Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejčinović Burić. Wie der Europäische Gerichtshof gestärkt werden kann, besprach Cassis beim Treffen mit dessen Präsident Róbert Ragnar Spanó. 

Zum Programm des Bundespräsidenten gehörte auch die Eröffnung der von der Zuger Guido Fluri Foundation lancierten Ausstellung des Fotografen Simone Padovani „Shame – European Stories“ über den Missbrauch an Kindern. Sie wird vom Europarat unterstützt. mm

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