Hypothekarschuldner sollen mehr Eigenmittel bringen

10. Juli 2019 15:43

Basel - Wer eine Hypothek aufnimmt, soll künftig mindestens ein Viertel der Kaufsumme selber aufbringen. Zudem sollen Hypotheken rascher teilamortisiert werden. Das schlägt die Bankiervereinigung der Finanzmarktaufsicht vor.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) setzt bei der Beruhigung des Immobilienmarktes auf die Selbstregulierung. Wie sie in einer Mitteilung schreibt, hat sie der Finanzmarktaufsicht (FINMA) ein Paket von Massnahmen zur Anerkennung als aufsichtsrechtlichen Mindeststandard vorgelegt. Danach würde der Mindestanteil von Eigenmitteln am Belehnungswert von heute 10 Prozent auf künftig 25 Prozent steigen. Übersteigt der Kaufpreis den Belehnungswert, dann müsste der Hypothekarschuldner diese Differenz vollständig aus Eigenmitteln erbringen. Zudem soll die Hypothekarschuld neu innerhalb von maximal zehn Jahren auf zwei Drittel des Belehnungswerts abgezahlt werden. Bisher haben Hypothekarschuldner dafür 15 Jahre Zeit.

Dagegen lehnt die Bankiervereinigung die Erhöhung der Risikogewichte, wie sie der Bund im Rahmen einer Anpassung der Verordnung über die Eigenmittel und Risikoverteilung für Banken und Effektenhändler (ERV) vorgeschlagen hat, als weniger zielgerichtet ab. Eine solche Erhöhung hätte „weitreichende Implikationen für die Klassifizierungspraxis und Vertriebsführung der Banken“, welche angesichts der sich abzeichnenden Inkraftsetzung des aktualisierten internationalen Regelstandards Basel III Final nicht angemessen sei. stk

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