Hypi Lenzburg profitiert von Negativzinsen

15. Januar 2021 13:15

Lenzburg AG - Die Hypothekarbank Lenzburg hat ihren Geschäftsertrag 2020 um 3 Prozent auf 85 Millionen Franken gesteigert. Dabei hatte die Hypi Lenzburg insbesondere von der Aufnahme von Geldern zu Negativzinsen profitiert. Der Reingewinn wurde von Investitionen unter den Vorjahreswert gedrückt.

Einer Mitteilung der Hypothekarbank Lenzburg zufolge hat die Aargauer Regionalbank im Geschäftsjahr 2020 einen Geschäftsertrag von 85 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von rund 3 Prozent.

Zur Ertragssteigerung hatte vor allem das Zinsgeschäft beigetragen. In dem für die Hypi Lenzburg wichtigsten Geschäftsbereich war der Bruttoerfolg innert Jahresfrist um 2,7 Prozent auf 56,8 Millionen Franken gestiegen. Die Bank führt dies vor allem auf den durch die Aufnahme von Geldern zu Negativzinsen im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 4,5 Millionen Franken gesenkten Zinsaufwand zurück.

Der Erfolg im Kommissionsgeschäft legte im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf 9,6 Millionen Franken zu. Dabei konnten die Kommissionerträge um 3,3 Prozent und die Handelserträge um 11 Prozent gesteigert werden. „Vor allem der Wechsel von Kunden in ein Vermögensverwaltungsmandat zahlte sich nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Bank aus“, wird Hypi Lenzburg-CEO Marianne Wildi in der Mitteilung zitiert. Der übrige ordentliche Erfolg legte im Jahresvergleich um 17,6 Prozent auf 11,3 Millionen Franken zu.

Im Berichtsjahr habe die Hypi Lenzburg ihre Prozesse weiter digitalisiert, erläutert die Bank in der Mitteilung weiter. Dabei waren unter anderem digitale Arbeitsplätze für alle Mitarbeitenden eingerichtet und eine neue Kreditplattform lanciert worden. Diese Investitionen hätten den Geschäftsaufwand im Jahresvergleich um 8,1 Prozent auf 51,1 Millionen Franken gesteigert, heisst es in der Mitteilung.

Der Reingewinn der Bank fiel 2020 mit 18,1 Millionen Franken um 14,1 Prozent geringer als 2019 aus. Bei den Kundengeldern konnte hingegen eine Zunahme um 8,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken verbucht werden. hs

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