Hupac knackt Millionenmarke

22. Mai 2020 11:42

Chiasso TI - Die im alpenquerenden Güterverkehr tätige Hupac hat 2019 erstmals mehr als 1 Million Lastwagensendungen auf die Schiene verlagert. Dank Digitalisierung kann das Unternehmen seine Dienstleistungen auch während der Pandemie anbieten.

Einer Mitteilung von Hupac zufolge hat der Güterverkehrsnetzbetreiber im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 1'024'089 Lastwagensendungen auf die Schiene geholt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um 10,5 Prozent. Dabei hat Hupac laut Mitteilung „im Kerngeschäft des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz“ weitere Marktanteile gewinnen können.

Der Gruppenumsatz legte im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 611 Millionen Franken zu. Das Betriebsergebnis konnte um 4,6 Prozent auf 55,4 Millionen gesteigert werden. Der Reingewinn fiel 2019 hingegen mit 5,1 Millionen Franken um 35 Prozent geringer als im Vorjahr aus. In der Mitteilung führt Hupac dies auf negative Währungseffekte und einen ausserordentlichen Effekt aus dem Jahr 2018 zurück.

„Die Firma ist finanziell gesund und hat sich zusätzliche finanzielle Liquidität im Hinblick auf ein längeres Krisen-Szenario gesichert“, wird Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Verwaltungsrats der Hupac, in der Mitteilung zitiert. „Wir erwarten, dass in der zweiten Hälfte 2020 schrittweise eine europaweite Erholung der Transportmengen einsetzen wird.“

Während der Coronavirus-Pandemie erhalte das Unternehmen seine Dienstleistungen „dank Digitalisierung und kontaktfreien Prozessen aufrecht“, informiert Hupac in der Mitteilung weiter. Im April hatte das Unternehmen jedoch einen starken Rückgang der Transportmengen, insbesondere im alpenquerenden Verkehr verzeichnet. Hier plane die Schweiz, den alpenquerenden Kombinierten Verkehr mit Fördermitteln zu stützen, schreibt Hupac. Ähnliche Massnahmen sollten auch andere Länder ergreifen, meint Hupac. „Ohne entsprechende Unterstützung sind die Operateure des Kombinierten Verkehrs gezwungen, ihr Angebot zu reduzieren, was eine gefährliche Abwärtsspirale in der Verkehrsverlagerung auslösen würde“, erläutert Michail Stahlhut, Direktor der Hupac Intermodal. hs

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