HSLU bündelt Wissen zu Fernwärmenetzen

17. Januar 2020 13:32

Luzern - Thermische Netze könnten einen viel grösseren Beitrag zur Abdeckung des Bedarfs an Raumwärme und -Kälte leisten An der Hochschule Luzern (HSLU) wird im Auftrag des Bundesamts für Energie das Wissen um die Technik solcher Netzwerke gebündelt. Daraus soll ein Handbuch für Entscheider entstehen.

Der zu fast zwei Dritteln immer noch mit fossilen Brennstoffen beheizte Gebäudepark der Schweiz ist für rund einen Drittel der CO2-Emissionen des Landes verantwortlich, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Abhilfe könnte ihr zufolge vor allem der stärkere Einsatz von Fernwärme schaffen. Auch Fernkälte könne bei Bedarf über thermische Netze zur Verfügung gestellt werden.

In der Schweiz sind Netze für Fernwärme oder Fernkälte bereits an verschiedenen Orten eingerichtet oder es wird zum Thema geforscht. Diese geschehe jedoch „teilweise dezentral und auf kantonaler Basis“, so dass das erworbene Wissen nicht in andere Kantone vordringe, heisst es in der Mitteilung. Hier setzt ein vom Bundesamt für Energie (BFE) in Auftrag gegebenes Projekt der HSLU an. Forschende am Institut für Gebäudetechnik und Energie tragen Wissen über die Technik der thermischen Netze zusammen. Daraus soll ein Handbuch zur Wärme- und Kälteversorgung für Raumplaner, Investoren, Industrie und Energieplaner oder -lieferanten entstehen.

„Wichtig ist, dass die Entscheider mit Fakten operieren können und die Diskussion um die Technik versachlicht wird“, wird Projektleiter Joachim Ködel vom Institut für Gebäudetechnik und Energie der HSLU in der Mitteilung zitiert. Das von seiner Gruppe gesammelte Wissen wird der Öffentlichkeit auch auf der Projektinternetseite im Portal der HSLU zur Verfügung gestellt. hs

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