HSG kann im Informatikbereich ausbauen

Die Stimmberechtigten im Kanton St.Gallen haben am Wochenende für einen Sonderkredit in der Höhe von 75 Millionen Franken für die IT-Bildungsoffensive gestimmt. Mit dieser werden nun verschiedene Projekte finanziert. Gelder sollen unter anderem in ein Kompetenzzentrum Digitalisierung und Bildung für die Volks- und Mittelschulen, in eine Plattform namens Fit4Future in der Berufsbildung, in das Kompetenzzentrum Angewandte Digitalisierung an der Fachhochschule und in eine School of Information and Computing Science an der HSG fliessen.

Lukas Gschwend, Prorektor Lehre an der HSG, sieht das Resultat als eine Bestätigung dafür, dass der Weg in Richtung Digitalisierung der HSG der richtige Weg ist. Die HSG habe bereits mehrere Massnahmen umgesetzt, um die Digitalisierung stärker in das Studium zu integrieren, sagt er in einem HSG-Video. So seien Informatikkurse im Bachelor-Studium Betriebswirtschaftslehre beispielsweise seit Kurzem Pflicht. Die „Schaffung einer School und die Einführung von Informatikstudiengängen“ sei nun der nächste Schritt, sagt Gschwend.

Die neue School of Information and Computing Science soll laut Gschwend mit 27 Dozierenden ausgerüstet werden –  neun davon Lehrstuhlinhaber. Auf Basis der Forschungen der School sollen dann neue Studiengänge auf den Stufen Bachelor, Master und Doktor angeboten werden.

Es gehe nicht darum, eine Kopie dessen zu schaffen, was andere Hochschulen – etwa die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) – anbieten. „Wir möchten auf hohem technologischen Niveau etwas anbieten, das die HSG-DNA beinhaltet“, so Gschwend. Dies bedeute insbesondere Wirtschaftskompetenz – vor allem im Bereich Management –,  aber auch unternehmerisches Denken und Unternehmertum. Ziel sei es letztendlich, auch über den Fachbereich hinauszudenken. Dies sei für die Digitalisierung, die sämtliche Lebensbereiche umfasst, von grösster Bedeutung. ssp