Hochwasserschäden drohen anzusteigen

19. Juli 2016 12:54

Potsdam - Im Zuge des Klimawandels werden extreme Wetterphänomene zunehmen. Bereits jetzt richten beispielsweise Hochwasser verheerende Schäden an. Eine Studie des PIK zeigt, dass sich deren Kosten in Zukunft vervielfachen könnten.

„Hochwasser wie das Juni-Hochwasser 2013 sind zwar seltene Ereignisse, sie haben jedoch grosse Folgen für Mensch und Umwelt und verursachen immense finanzielle Schäden“, erklärt Studien-Leitautor Fred Hattermann vom Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) in einer Medienmitteilung zur Veröffentlichung der Ergebnisse.

Im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) hat das PIK das Ausmass möglicher Flutschäden abgeschätzt. Dazu wurden insgesamt 5473 Flussabschnitte der fünf grössten durch Deutschland fliessenden Flüsse, Rhein, Donau, Elbe, Weser und Ems untersucht. Für sie wurden in Computersimulationen Szenarien über die Auswirkungen des Klimawandels bis zum Ende des Jahrhunderts durchgespielt.Dabei mussten die Ergebnisse vorheriger Untersuchungen nach oben korrigiert werden. „Unsere jetzt noch viel aufwendigere Analyse illustriert nicht nur erneut, dass wir künftig wohl mit einer Zunahme der Schäden durch Hochwasser rechnen müssen - die Schadenskosten könnten sogar noch deutlich höher liegen als ursprünglich gedacht“, so Hattermann. Umso wichtiger sei es, sich an die Klimaveränderungen anzupassen, folgern die Forscher. Insbesondere bei Hochwasser gäbe es dafür reichlich Möglichkeiten. hs

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki