Hochschulen verbessern humanitäre Hilfe

11. Dezember 2020 12:36

Zürich/Lausanne/Genf - Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen haben sich mit dem Roten Kreuz zur Initiative Engineering Humanitarian Aid zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie neue Technologien zur Verbesserung der humanitären Hilfe einsetzen.

Am Donnerstag haben die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen der Schweiz, Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL), und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Initiative Engineering Humanitarian Aid ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Expertise der Universitäten in den Dienst der humanitären Hilfe zu stellen. 

Insbesondere würden Projekte in drei strategischen Bereichen durchgeführt, heisst es in einer Medienmitteilung: Energie und Umwelt, Datenwissenschaften und digitale Technologien sowie personalisierte Gesundheit und verwandte Technologien. Einige davon seien bereits im Gange, etwa eines zur Frage des Datenschutzes im Zusammenhang mit biometrischen Daten. In einem anderen werde Künstliche Intelligenz eingesetzt, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu kartieren. Ein weiteres ziele auf eine bessere Verfügbarkeit von medizinischen Geräten in Konfliktgebieten ab.

„Das Potenzial für den Einsatz digitaler Technologien ist noch weitgehend ungenutzt“, wird ETH-Präsident Joël Mesot in der Mitteilung zitiert. „Unsere beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen können mit ihrem ingenieurwissenschaftlichen Know-how einen Unterschied machen und dem IKRK die Arbeit vor Ort erleichtern. Dabei können wir auf unsere bisherigen Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit zurückgreifen."

Die EPFL führe schon seit Jahren Projekte mit dem IKRK durch, so EPFL-Präsident Martin Vetterli. „Unsere neue Initiative mit der ETH Zürich und dem IKRK verleiht unserer Arbeit zusätzliche Bedeutung, weil wir wissen, dass das, was wir tun einen konkreten positiven Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen haben wird.“

„Wir müssen sicherstellen“, betont IKRK-Präsident Peter Maurer, „dass sich die humanitären Dienste weiterentwickeln, um relevant, effizient und inklusiv zu bleiben – und um die dringendsten Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen“. mm

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