Hochschulen helfen Bund bei Digitalisierung

25. März 2021 10:00

Bern/Zürich/Lausanne - Die Bundesverwaltung soll digitaler werden. Um Daten­wissen­schaft und Künstliche Intelligenz zum Nutzen des Gemeinwohls einzusetzen, arbeitet das Bundesamt für Statistik jetzt mit dem Swiss Data Science Center der Eidgenössischen Technischen Hochschulen zusammen.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) übernimmt innerhalb der Schweizer Verwaltung eine Vorreiterrolle: Mit Unterstützung des Swiss Data Science Center (SDSC) will es interne digitale Kompetenzen aufbauen. Das SDSC ist an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) angesiedelt. Seine Aufgabe besteht darin, die Nutzung der Datenwissenschaft und des maschinellen Lernens im akademischen und industriellen Bereich voranzutreiben.

„Ich freue mich sehr über diese strategische Partnerschaft zwischen unseren beiden Hochschulen und dem BFS im Rahmen eines gemeinsamen Flaggschiffprojekts“, wird Martin Vetterli, Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne in einer Medienmitteilung ihrer Zürcher Schwester-Universität zitiert. „Der Einsatz der Datenwissenschaft und der Künstlichen Intelligenz im Dienst des Gemeinwohls ist eine der grössten Herausforderungen der Gegenwart“, resümiert sein Zürcher Kollege, Joël Mesot. Die beiden ETHs seien stolz, ihr Knowhow in der Bundesverwaltung einbringen zu können.

Laut der Mitteilung würden Mitarbeitende des BFS unter anderem eingeladen, einige Zeit am SDSC zu verbringen, auch, um sich mit anderen datenwissenschaftlichen Akteuren zu vernetzen. Daraus könnten Projekte für das Data Science Competence Center (DSCC) entstehen. Es wurde vom Bund am 1. Januar 2021 eingerichtet und bietet Verwaltungen in Bund, Kantonen und Gemeinden datenwissenschaftliche Dienstleistungen an.

Ausserdem wird das DSCC die vom SDSC entwickelte Open Source-Plattform RENKU nutzen. Dass sie in das akademische Netzwerk SWITCH integriert ist, ermöglicht dem Bundesamt für Statistik den wissenschaftlichen Austausch bezüglich Daten und Künstlicher Intelligenz.

So könne das BFS laut seinem Direktor Georges-Simon Ulrich „nun die Herausforderungen angehen, die mit den tiefgreifenden Veränderungen in der Welt der Daten und der zunehmenden Verwendung von Algorithmen im öffentlichen Sektor einhergehen“. mm

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