Hightech-Sektor ist Zugpferd des Arbeitsmarkts

28. April 2016 13:00

Zürich - Die Förderung der High-Tech-Branchen ist laut dem UBS Outlook Schweiz der Schlüssel zum Erfolg der heimischen Wirtschaft. Dies sei umso wichtiger, als der starke Franken das Wirtschaftswachstum hemme. Mehr als ein Prozent werde das Plus in diesem Jahr nicht betragen.

High-Tech-Clustern wie Pharma, Uhren oder Medtech kommt aus Sicht der Analysten der Grossbank UBS eine zentrale Bedeutung beim Wirtschaftswachstum der Schweiz zu. Nach Erkenntnissen des UBS Outlook Schweiz haben die 20 innovativsten Unternehmen der Schweiz hierzulande direkt rund 91.000 Arbeitsplätze geschaffen und sind indirekt für rund 270.000 Stellen oder 7,6 Prozent aller Beschäftigungsmöglichkeiten in der Schweiz verantwortlich. Zudem böten die Hightech-Unternehmen die besten Zukunftschancen: Eine Untersuchung des UBS Chief Investment Office Wealth Management zeigt laut einer Medienmitteilung der Grossbank, dass die Wertschöpfung der High-Tech-Branchen im Vergleich zu anderen Industriebranchen am schnellsten zunimmt - mit entsprechenden Positivwirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Für die Autoren des UBS Outlooks Schweiz ergibt sich daraus, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung gezielt verbessert werden müssen. Ziel müsse es sein, auf diese Weise innovative Unternehmen in der Schweiz zu halten und ausländische Firmen neu anzusiedeln. Dies ist für die Verfasser des Outlook umso entscheidender, als die Schweizer Ökonomie immer noch unter dem starken Franken leide.

Die Analysten der Grossbank rechnen deshalb für 2016 lediglich mit einem geringen Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent. Neben der Währungssituation sehen die UBS-Ökonomen ein Hemmnis in politischen Unsicherheiten wie etwa der Unklarheiten bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Es sei davon auszugehen, dass dies die Investitionsneigung dämpfen werde. eg


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