Heliot wächst dank Übernahme in Deutschland

18. September 2020 13:20

Lausanne - Das Jungunternehmen Heliot übernimmt das Deutschlandgeschäft des 0G-Netzwerkbetreibers Sigfox. Die dafür notwendigen Mittel stammen von Cube. Der Infrastrukturfonds aus Luxemburg erwirbt 86 Prozent der Anteile an Heliot.

Als doppelten Paukenschlag im Transaktionsmarkt bezeichnet Heliot in einer Mitteilung die jüngsten Entwicklungen des 2017 gegründeten Lausanner IT-Unternehmens. Zum Einen hat der europaweit aktive Infrastrukturfonds Cube aus Luxemburg 86 Prozent der Anteile an Heliot übernommen. Über den Kaufpreis hätten die beiden Partner Stillschweigen vereinbart, erläutert Heliot.

Zum anderen wird Heliot die aus dem Einstieg von Cube resultierenden Mittel zur Übernahme des Deutschlandgeschäfts von Sigfox nutzen. Das 2010 in Frankreich gegründete Unternehmen hat ein 0G-Netzwerk entwickelt, das für viele Anwendungen im Internet der Dinge (IoT) als Alternative zur energieaufwändigeren 5G-Mobilfunktechnologie genutzt werden kann. Die 0G-Technologie – gesprochen  Null-G oder Zero-G – nutzt eine Niedrigfrequenz-Funktechnologie, mit der Objekte Informationen über ihren Zustand oder ihre Position an das Internet schicken können. Paletten, Feuermelder, Wetterstationen oder auch Bienenstöcke könnten damit „ohne Installation weiterer Hardware“ und mit nur „einer Batterieladung“ mehrere Jahre hinweg Daten verschicken, erläutert Heliot.

Bereits vor der Übernahme von Sigfox Germany hatte das Lausanner Jungunternehmen das 0G-Netz von Sigfox in der Schweiz, Österreich und Liechtenstein betrieben. Die alternative IoT-Lösung habe international bereits Grosskunden wie DHL oder Airbus gewinnen können, heisst es in der Mitteilung.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Cube, die uns die Übernahme von Sigfox Germany ermöglicht“, wird Thomas Scheibel, CEO der Heliot Gruppe, in der Mitteilung zitiert. Scheibel will die von Cube investierten Mittel zum Ausbau der eigenen Infrastruktur und die Entwicklung neuer Innovationen für das IoT nutzen. „Für uns ist das eine beispiellose Gelegenheit und untermauert unsere Vision, die vor drei Jahren begann: Ein kombiniertes 0G-Netz von den Alpen bis zur Nordsee.“ hs

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