Heimarbeit steigt nur leicht an

15. März 2021 09:42

Zürich - Die Heimarbeit hat in der Schweiz auch nach der vom Bundesrat verhängten Homeoffice-Pflicht nur leicht zugenommen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Vergleichsplattform Comparis hervor.

Aktuell arbeiten 50,9 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz pro Woche mehr als einen halben Tag zu Hause. Das sind lediglich 8,7 Prozent mehr als 2019, wie aus einer repräsentativen Umfrage von Comparis hervorgeht. Laut einer Medienmitteilung hat sich der Anteil der Erwerbstätigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Haue verbringen, im selben Zeitraum von 21,4 Prozent auf 37,3 Prozent erhöht. „Einen nachhaltigen Homeoffice-Boom sehe ich deshalb nicht“, wird Comparis-Immobilienexperte Frédéric Papp zitiert. „Diese Zahlen belegen, dass nach wie vor viele zur Arbeit pendeln.“

Comparis hat einige Gründe identifiziert, welche bei der Entscheidung für die Heimarbeit eine Rolle spielen. So ist der Anteil der Erwerbstätigen mit hoher Bildung (26 Prozent) unter den Personen, die zu 90 bis 100 Prozent zu Hause arbeiten, deutlich höher als der Anteil von Personen mit mittlerem und niedrigem Bildungsgrad (10,5 Prozent). Zudem arbeiten Erwerbstätige mit einem Brutto-Haushaltseinkommen von mehr als 8000 Franken eher von zu Hause aus. Und schliesslich arbeiten Menschen mit Wohneigentum (24,8 Prozent) häufiger zu 90 bis 100 Prozent von zu Hause als Mieterinnen und Mieter (16,6 Prozent). Insgesamt 45,9 Prozent der Befragten arbeiten überhaupt nicht im Homeoffice. Vor der Corona-Krise waren es 51,6 Prozent.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (60 Prozent) gehen davon aus, auch nach der Corona-Krise mindestens einen halben Tag pro Woche mit Heimarbeit zu verbringen. „Diese Schätzwerte liegen im Vergleich zu den erhobenen Homeoffice-Anteilen für 2019 zwar höher. Daraus einen nachhaltigen Homeoffice-Boom abzuleiten, ist aber übertrieben“, so Papp. jh

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