Hasler möchte mehr Kooperation bei Blockchain

Regierungschef Adrian Hasler hat auch das neue Blockchain-Gesetz an der Infrachain vorgestellt. Bild: Manuel Lopez/Infrachain

In Bern fand diese Woche mit Infrachain die erste Blockchain-Konferenz der Schweiz für den öffentlichen Sektor statt. Eröffnet wurde sie am Montag von Bundesrat Ueli Maurer. Er zeigte sich dort überzeugt, dass die Blockchain-Technologie „die ganze Wirtschaft und somit auch die Verwaltung“ beeinflussen wird, wie aus einem Twitter-Beitrag von Infrachain hervorgeht. Im internationalen Vergleich habe das Land laut Maurer „hervorragende Karten“, unter anderem, weil es über viele innovative Start-ups und gute Forschungseinrichtungen verfüge. Allerdings dürften Wettbewerber nicht unterschätzt werden.

An der Konferenz war auch Regierungschef Adrian Hasler präsent. Er stellte unter anderem das neue Blockchain-Gesetz vor, wie aus einer Regierungsmitteilung hervorgeht. Hasler plädierte für Rechtssicherheit und optimale Rahmenbedingungen für Firmen im Blockchain-Umfeld. Laut Hasler sind sowohl Liechtenstein als auch die Schweiz im Bereich Blockchain „hervorragend positioniert“. Er sieht jedoch eine verstärkte Kooperation im Blockchain-Bereich als wünschenswert, „um die Stärken der beiden Standorte zu nutzen“.

Die Rechtssicherheit für Unternehmen ist auch laut Maurer zentral. Ein neues Blockchain-Gesetz wie in Liechtenstein sei in der Schweiz aber nicht nötig, so Maurer. „Es genügt, wenn sechs bestehende Gesetze angepasst werden“, sagt er laut einem Artikel von moneycab.ch. Dabei gehe es nicht darum, Unternehmen zu beschränken, sondern ihnen eine „breite Marschrichtung“ zu bieten. Jungfirmen sollen dadurch motiviert werden, ihr Geschäft in der Schweiz aufzubauen. Dies sei der Grundtenor des Berichts der Arbeitsgruppe Blockchain/ICO des Bundes, der in zwei Wochen veröffentlicht werden soll. ssp