Handelsbilanz erreicht Allzeitrekord

28. Januar 2020 12:28

Bern - Die Schweizer Handelsbilanz hat 2019 mit einem Allzeitrekord von 37,3 Milliarden Franken Überschuss abgeschlossen. Dafür waren vor allem die weit über den Importen liegenden Exporte von Chemie und Pharma verantwortlich. Insgesamt hat der Aussenhandel 2019 in beide Richtungen zugelegt.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im vergangenen Jahr Waren im Wert von 242,3 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber 2018 entspricht dies einem nominalen Wachstum um 3,9 Prozent. Die Importe legten im selben Zeitraum um 1,6 Prozent auf Waren im Wert von 205,0 Milliarden Franken zu. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber 2018 um 5,9 Milliarden Franken grösseren Überschuss von 37,3 Milliarden Franken.

„Der Aussenhandel hat sich im Jahr 2019 in beiden Verkehrsrichtungen im vierten Jahr in Folgen positiv entwickelt, wenn auch verlangsamt“, erläutern die Analysten der EZV in der Mitteilung. Sowohl Exporte als auch Importe haben ihnen zufolge im vergangenen Jahr neue Rekordwerte erreicht. Den Allzeitrekord beim Handelsbilanzüberschuss machen die Analysten am Aussenhandel des Bereichs Chemie-Pharma fest. Hier lagen die Exporte im vergangenen Jahr um 61,9 Milliarden Franken über dem Wert der Importe.

Neben chemisch-pharmazeutischen Produkten zogen 2019 im Jahresvergleich auch die Exporte von Uhren und Präzisionsinstrumenten an, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik sowie von Metallen gingen gegenüber 2018 hingegen zurück. Regional betrachtet legten wie bereits im vorherigen Jahr am stärksten die Exporte nach Nordamerika zu. Hier zogen die Exporte im Jahresvergleich um 8,9 Prozent an. Die Ausfuhren nach Europa und Asien lagen um 3,1 beziehungsweise 3,5 Prozent über den Vorjahreswerten. 

Bei den Importen legten neben den chemisch-pharmazeutischen Produkten 2019 auch die Einfuhren von Bijouterie- und Juwelierwaren zu. Die Importe von Maschinen und Elektronik blieben im Jahresvergleich hingegen konstant. Regional gesehen legten die Importe aus Asien mit 8,8 Prozent Wachstum im Jahresvergleich am stärksten zu. Einfuhren aus Nordamerika lagen um 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Einfuhren aus Europa blieben gegenüber 2018 hingegen im Wert unverändert. hs

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