Hamilton entwickelt neues Abstrich-Testgerät

29. September 2021 10:08

Bonaduz GR - Das Medtech-Unternehmen Hamilton hat gemeinsam mit der Harvard-Ausgründung Rhinostics ein automatisiertes Gerät zur Sammlung und Verarbeitung von Nasen- und Rachenabstrichen entwickelt. Es soll auch bei COVID-Proben den Testdurchsatz bei gleichzeitig verringertem Personal ermöglichen.

Das Medizintechnikunternehmen Hamilton mit Schweizer Sitz in Bonaduz hat gemeinsam mit Rhinostics ein innovatives Testgerät für Nasen- und Nasen-Rachen-Abstriche entwickelt. Es kombiniere die jeweiligen Stärken der beiden Unternehmen, heisst es in einer Medienmitteilung von Hamilton. Der automatisierte Arbeitsablauf umfasst die Verwendung des RHINOstic-Geräts zur Verwahrung der Abstriche und eine der automatisierten Liquid-Handling-Workstationen von Hamilton. Ausserdem ist Hamiltons LabElite DeCapper in das Gerät integriert. Er hebt automatisch die Deckel von den Probenröhrchen.

Diese Kombination von Technologien beseitige auch in Zeiten hohen Testaufkommens häufige und zeitraubende Engpässe in den Arbeitsabläufen, so Hamilton. Die Durchlaufzeiten würden verkürzt und der Probendurchsatz erhöht. Gleichzeitig sei weniger Personal nötig.

Die Virusproben könnten direkt in eine kleine Menge Kochsalzlösung gegeben werden, wodurch eine 30-fache oder höhere Probenkonzentration erreicht werde. Dies ermögliche eine grössere Standardisierung und verbessere die Zuverlässigkeit der nachgeschalteten Tests. Die mit dem RHINOstic gesammelten Proben könnten ohne virale Transportmedien versandt werden.

Das Produkt trage dazu bei, die Effizienz von COVID-Tests zu erhöhen. Gleichzeitig ist es auch für breitere virale, bakterielle und genetische Tests der Atemwege unter Verwendung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und der Sequenzierung der nächsten Generation (NGS) geeignet. RHINOstic ist bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA als Medizinprodukt der Klasse I registriert und zum Patent angemeldet. mm

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