Händler setzen auf Pickwings

02. April 2020 14:19

Zürich - Die Schweizerische Post hat die Lieferung von Sperrgütern ausgesetzt. Um den bei florierendem Online-Handel hohen Bedarf decken zu können, weichen Handelsunternehmen auf Pickwings aus. Das Vermittlungsportal vermittelt Transporte von Kleinsendungen, Stückgut, Teil- und Komplettladungen.

Seit Wochenbeginn habe die Schweizerische Post die Lieferung von Sendungen im Sperrgutbereich eingestellt, erläutert Pickwings in einer Mitteilung. „Mit dieser Entscheidung fällt die Post dem Schweizer Handel regelrecht in den Rücken“, urteilt die Zürcher Betreiberin eines Transportportals. In einer Situation, in der „Händler aufgrund der Schliessung ihrer Geschäfte auf den Online-Handel ausweichen müssen“, will Pickwings daher einspringen und „für Händler und Kunden die Lieferwege“ sichern.

Auf der Plattform von Pickwings werden Transporte aller Art, von Kleinsendungen über Stückgut bis zu Teil- und Komplettladungen, vermittelt. Die Plattform vereine derzeit rund 600 Transportunternehmen mit einer Gesamtkapazität von über 6000 Lastwagen, erläutert Pickwings. Dabei hätten sich innerhalb der letzten Tage rund 100 neue Unternehmen auf der Plattform registriert, deren Auslastung aufgrund der Coronavirus-Pandemie zurückgegangen sei. Die Zahl der täglich abgewickelten Lieferungen sei gleichzeitig von 1000 auf 4000 gestiegen.

Marc Bolliger, Gründer und CEO von Pickwings, findet den Rückzug des Staatsunternehmens aus dem Sperrgutversand in der derzeitigen Situation unverständlich. „Die Post lässt ihre Kunden in dieser schwierigen Zeit im Regen stehen“, meint Bolliger. „Statt mit uns Privaten zu kooperieren, riskiert sie den Zusammenbruch des gesamten Schweizer Handels.“ hs

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