GZA schaut auf die nächsten 20 Jahre

28. August 2019 13:24

Zürich - Die Greater Zurich Area (GZA) feiert ihren 20. Geburtstag. Die Konzentration des Standortmarketings auf ausgewählte Zielmärkte und auf Spitzentechnologien hat sich bewährt, so das Fazit der Geburtstagsfeier auf dem ETH-Campus Hönggerberg.

Die Greater Zurich Area AG (GZA) hat am 2. August 1999 am Limmatquai ihre Arbeit aufgenommen. Am Dienstag hat sie auf dem ETH-Campus Hönggerberg mit 600 Gästen und Prominenz aus Politik und Hochschulen ihren 20. Geburtstag gefeiert. „Es macht Sinn, dass wir beim Standortmarketing die Kräfte bündeln“, sagte Corine Mauch, seit zehn Jahren Zürcher Stadtpräsidentin und Mitglied des Stiftungsrates. „Wir sind im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt.“ Auch Carmen Walker Späh sieht in der Trägerschaft der GZA aus Kantonen, Städten, Hochschulen und Unternehmen eine Erfolgsgeschichte. „Die öffentlich-private Partnerschaft erhöht die Glaubwürdigkeit und die Qualität des gemeinsamen Standortmarketings“, wird die Regierungspräsidentin des Kantons Zürich und Präsidentin des Stiftungsrates in einer Mitteilung zitiert. 

Sonja Wollkopf Walt wies in einem Video, das anlässlich des Geburtstages gedreht worden ist, auf die erfolgreiche Konzentration auf die Stärken des Wirtschaftsstandortes zwischen Solothurn und Chur, Lugano und Schaffhausen hin. „Wir haben gelernt, dass Geografie wichtig ist. Noch wichtiger aber sind Kompetenzen und Technologien“, so die GZA-Geschäftsführerin. „Das wird in den nächsten 20 Jahren noch wichtiger werden.“ Das unterstreicht auch GZA-Verwaltungsratspräsident Balz Hösly. „Diese erfolgreiche Fokusstrategie haben wir in den letzten Jahren ständig geschärft und weiter entwickelt“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Statt auf Länder zielen wir heute auf Metropolitanregionen, statt auf Branchen schauen wir auf die zugrunde liegenden Technologien und Ökosysteme, die sich aus Unternehmen, Hochschulen, Talenten, Behörden und Verbänden zusammensetzen.“

Zu den grossen Stärken des Standortes gehören die starken Hochschulen. Joël Mesot wies in einem Podiumsgespräch daraufhin, dass nur in der Schweiz 70 Prozent aller Studierenden in einer der 100 besten Universitäten der Welt studieren könnten. Der Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) verwies aber auch auf den starken Unternehmergeist, der inzwischen an den Hochschulen herrscht. „Die Start-up-Szene hat sich in Zürich sehr verändert. Wir stehen gut da.“ Martina Hirayama sieht es ähnlich. „Die jungen Leute sind offener, selber Unternehmen zu gründen“, sagte die Staatssekretärin für Bildung und ehemalige Chefin der School of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Balz Hösly hat bereits den 40. Geburtstag der GZA im Blick. 2039 werde der Wirtschaftsraum Zürich der innovativste in Kontinentaleuropa sein, die GZA die Standortmarketingorganisation der ganzen Deutschschweiz. stk

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