Gütermetro kommt gut voran

02. März 2017 15:24

Bern - Die Initianten der unterirdischen Güterbahn Cargo sous terrain wollen bis zum Sommer 100 Millionen Franken an Kapital aufbringen. Dann könnte für das Projekt eine Baugenehmigung beantragt werden.

Die Vorbereitungen für die schweizweite unterirdische Güterbahn kommen gut voran. Die Initianten seien dabei, 100 Millionen Franken Kapital einzuwerben, sagte Daniel Wiener, Mitglied des Vorstands des Trägervereins Cargo sous terrain, an einer Veranstaltung von swisscleantech am Mittwoch in Bern. Davon sollte mindestens die Hälfte aus der Schweiz stammen. Ziel sei es, das Geld bis zum Sommer zusammenzubringen. Auch die anderen Bedingungen, die der Bundesrat im November für den Erlass eines Spezialgesetzes gestellt hatte, würden erfüllt. Dazu gehörten unter anderem die Umwandlung des Fördervereines in eine Aktiengesellschaft und später der diskriminierungsfreie Zugang aller interessierten Anbieter zum System. Zudem müssten die Kantone Zürich, Aargau und Solothurn, die von der Teststrecke betroffen wären, mit dem Projekt einverstanden sein. In einem nächsten Schritt würde die Baugenehmigung für die Teststrecke beantragt.

Mit der Gütermetro solle das erwartete Wachstum des Güterverkehrs aufgefangen werden, sagte Wiener. Das Netz würde von Genf bis St.Gallen mit Abstechern nach Basel, Luzern und Thun reichen. Der Transport zwischen den grossen Zentren würde unterirdisch verlaufen. Die Feinverteilung in den Städten könnte digitalisiert organisiert werden. „Das System ist auch für kleine Gütermengen rentabel“, sagte Wiener. „Wir sind mit den Preisen im Strassenverkehr rentabel.“ Der CO2-Ausstoss könnte durch den unterirdischen Transport und die intelligente Feinverteilung um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

Zu den Trägern des 2013 gegründeten Fördervereins gehören unter anderem SBB Cargo, die Post und die Swisscom, CoopMettler2Invest, Mobiliar und Rhenus Alpina. stk

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