Grünenfelder fordert Stellenstopp in der Verwaltung

17. Juli 2020 13:58

Zürich - Avenir Suisse-Chef Peter Grünenfelder sieht einen Stellenstopp in der Verwaltung als nötig, um die Corona-Schulden abzubauen. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der im öffentlichen Sektor Beschäftigten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ohnehin überproportional gewachsen.

Der öffentliche Sektor müsse seinen Anteil zum Abbau der infolge von Covid-19 geäufneten Schulden leisten, schreibt Peter Grünenfelder, Direktor von Avenir Suisse, in einem Artikel. Angebracht wäre laut Grünenfelder ein Stellenstopp in der Verwaltung. „Und kein Tabu darf der Rückbau von Verwaltungsstellen sein, die weniger der Allgemeinheit als irgendwelchen Sonderinteressen dienen oder sich durch hohe Ineffizienzen ‚auszeichnen‘“, führt er weiter aus.

Die Zahl der im öffentlichen Sektor Beschäftigten habe seit 1992 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung mit über 30 Prozentpunkten ohnehin überproportional zugenommen, so Grünenfelder. Heute seien fast 164’000 Personen in der Verwaltung beschäftigt. Der monatliche Medianlohn betrage 8258 Franken. Somit belaufen sich die geschätzten jährlichen Arbeitskosten für die im öffentlichen Sektor Beschäftigten auf rund 20 Milliarden Franken.

Würde man den  Beschäftigten im öffentlichen Sektor den Medianlohn (6538 Franken) zahlen und die durchschnittlichen Arbeitskosten für Sozialbeiträge, Bildung und Rekrutierung aufwenden, so liessen sich den Rechnungen von Grünenfelder zufolge schon rund 4,8 Milliarden Franken einsparen. ssp

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki