Grosstransaktionen prägen erstes Halbjahr am Schweizer Markt

03. Juli 2017 15:04

Zürich - Anzahl und Volumen der Transaktionen am Schweizer Markt haben sich im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Die Marktaktivitäten sind jedoch weiterhin hoch. Gleich drei Grosstransaktionen wurden verzeichnet.

Einer Mitteilung von KPMG zufolge blickt der Schweizer M&A-Markt im ersten Halbjahr 2017 auf 160 Transaktionen zurück. Dies sind vier weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Transaktionsvolumen ging im Betrachtungszeitraum um 7 Prozent auf 69,3 Milliarden Dollar zurück. 

Die grösste Transaktion ist dabei die im Januar angekündigte Übernahme des Schweizer Biotechnologieunternehmens Actelion durch Johnson & Johnson. Der amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterriese investiert dafür knapp 30 Milliarden Dollar. Auch die chinesische HNA-Gruppe kauft erneut in der Schweiz ein. Diesmal werden 1,4 Milliarden Dollar für 17 Prozent am Reise-Detailhändler Dufry und 775 Millionen Dollar für die Mehrheit an der Erdöl- und Logistiksparte von Glencore investiert. Als sehr hoch wird in der Mitteilung auch der Umfang von Transaktionen mit ausserbörslichem Beteiligungskapital (Private Equity) beschrieben. 

Für die nahe Zukunft rechnet das Beratungsunternehmen allerdings nicht mit Steigerungen. „Trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklungen und hohem Aktivitätsniveau ist aufgrund der finanzpolitischen Unsicherheit und möglicher Zinswende kurzfristig kein starkes Wachstum im nationalen und internationalen M&A-Markt zu erwarten“, wird Patrik Kerler, Leiter M&A von KPMG Schweiz, in der Mitteilung zitiert. hs

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