Greiner stellt erstmals kreislauffähige Becher her

09. Juni 2021 13:56

Kremsmünster/Diepoldsau SG - Greiner Packaging integriert erstmals erneuerbare Rohstoffe in seine Produktion. Für neue Lebensmittelbecher nutzt Greiner Kunststoffe der Wiener Borealis Group, die vollständig aus nicht-fossilen Abfall- und Reststoffströmen gewonnen werden.

Greiner Packaging hat für Prototypen von Lebensmittelbechern zum ersten Mal Rohstoffe der zweiten Generation verwendet. Das bedeutet, dass sie nicht aus landwirtschaftlichen Nutzpflanzen für Lebensmittel und Viehfutter hergestellt werden. Stattdessen bestehen diese sogenannten Bornewables aus kreislauforientierten, erneuerbaren Quellen, also aus nicht-fossilen Abfall- und Reststoffströmen. Hergestellt und geliefert wurden sie von der Wiener Borealis Group.

Laut einer gleichlautenden Medienmitteilung beider Unternehmen bestehen die neuen Musterbecher aus Bornewables-Monomaterial. Daher könne das Material im gleichen Kreislauf wie Standard-Polymere rezykliert werden.

„Das Bornewables-Portfolio ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, Produkte anzubieten, die von traditionellen Rohstoffen entkoppelt sind“, wird Trevor Davis, Head of Marketing, Consumer Products bei Borealis in einer Medienmitteilung beider Unternehmen zitiert. Laut einer am Borealis-Standort im belgischen Kallo durchgeführten Lebenszyklusanalyse könne die Verwendung von Borneables statt fossilem Polypropylen den CO2-Fussabdruck eines Produkts um bis zu 120 Prozent verringern.

„Nur wenn alle Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette mitmachen und die gleichen Nachhaltigkeitsziele verfolgen – vom Rohstofflieferanten bis zum Brand Owner –, funktionieren solche Konzepte“, so Stephan Laske, R&D Director bei Greiner Packaging. „Wir als Verpackungshersteller unterstützten dies im Zuge unserer eigenen Circular Economy-Strategie und gehen hier gemeinsam mit Partnern und Lieferanten wie Borealis neue Wege.“

Greiner Packaging ist mit 5000 Mitarbeitenden einer der grössten Hersteller von Kunststoffverpackungen in Europa. In der Schweiz ist das oberösterreichische Unternehmen mit einem Standort in Diepoldsau vertreten. mm

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