Greenpeace kritisiert klimaschädliche Geschäfte von Grossbanken

27. Mai 2020 12:06

Zürich - Die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse finanzieren trotz Bekenntnis zum Klimaschutz weiterhin Unternehmen aus dem Kohle-, Öl- und Gassektor. Dies stellt Greenpeace in einer Studie fest. Sie wirft den Grossbanken klimaschädliche Geschäfte im Milliardenumfang vor.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Bericht lediglich die Spitze des Eisbergs abdecken und laden die Banken einmal mehr ein, selber eine nachprüfbare Transparenz zu schaffen“, leitet Greenpeace eine Mitteilung zum Bericht „Klimaschädliche Geschäfte: Finanzierte CO2-Emissionen von CS und UBS 2016 bis 2019“ ein. In ihm wirft die Umweltschutzorganisation den beiden Zürcher Grossbanken vor, innert vier Jahren mindestens 84 Milliarden Dollar in Unternehmen aus dem Kohle-, Öl-, und Gassektor investiert zu haben.

Die mit den Investitionen finanzierten CO2-Emissionen hätten dabei durchschnittlich das 1,5-Fache der gesamten Emissionen in der Schweiz betragen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Spitzenjahr 2017 habe die Credit Suisse sogar doppelt so viele CO2-Emissionen zu verantworten gehabt wie die Bevölkerung und alle Unternehmen in der Schweiz zusammen, schreibt Greenpeace. Als Beispiele werden in der Mitteilung die Investitionen von UBS und Credit Suisse in besonders klimaschädliche Aktivitäten von Glencore und Total aufgezeigt.

Die Recherchen der Umweltschutzorganisation machten deutlich, dass „die eigenen Regeln und Massnahmen der Banken zum Klimaschutz“ nicht greifen, erläutert Greenpeace in der Mitteilung weiter. Deshalb müssten „Politik und Behörden den Banken klare Vorgaben machen“. Greenpeace selbst hat dafür unter dem Titel „So wird der Schweizer Finanzplatz klimafreundlich“ einen detaillierten Massnahmenvorschlag ausgearbeitet. hs

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