Graubünden richtet Härtefallfonds ein

28. Mai 2020 12:36

Chur - Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie einzudämmen, richtet der Kanton Graubünden einen Härtefallfonds für kleine Unternehmen ein. Dafür werden 10 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Sie sollen in Form von A-Fonds-perdu-Beiträgen vergeben werden.

Bund und Kanton steuerten den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie bereits mit Massnahmen wie Kurzarbeit- und Erwerbsausfallentschädigung oder Liquiditätshilfen gegen, schreibt die Standeskanzlei des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Ihr zufolge muss aber damit gerechnet werden, dass diese Massnahmen für einige Bündner Unternehmen nicht ausreichen. Für derartige wirtschaftliche Härtefälle wird der Kanton daher einen Härtefallfonds einrichten.

Der Fonds im Umfang von 10 Millionen Franken soll der Unterstützung von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2,5 Millionen Franken dienen. Voraussetzung für eine Förderung aus dem Fonds sei es, dass das Unternehmen bereits auf die anderen Unterstützungsmassnahmen von Bund und Kanton zurückgegriffen habe, erläutert die Standeskanzlei. Nur wenn diese Massnahmen nicht ausreichen, können bis zu 30'000 Franken pro Einzelfall gesprochen werden. Die Mittel werden in Form von A-fonds-perdu-Beiträgen vergeben, der Kanton verzichtet also von vornherein auf eine Rückzahlung.

Unternehmen können entsprechende Anträge bis zum 31. Juli beim Departement für Volkswirtschaft und Soziales einreichen. Die entsprechenden Informationen und Unterlagen will das Departement ab Montag, den 8. Juni, auf seiner Internetseite zur Verfügung stellen. hs

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