Graubünden nimmt Contact Tracing wieder auf

15. Mai 2020 10:34

Chur - Der Kanton Graubünden erfasst erneut bei jeder Neuinfektion mit dem Coronavirus die Kontaktpersonen der Erkrankten. Dabei wird das Team des Gesundheitsamts von einer Software unterstützt. Eine App soll zudem die Kommunikation mit den Betroffenen erleichtern.

Der Kanton Graubünden setzt laut einer Medienmitteilung erneut auf Contact Tracing, um Infektionsketten zu unterbrechen. Ziel ist es, die Erkrankten und deren Kontaktpersonen in Isolation beziehungsweise Quarantäne zu setzen. Das COVID Care Team des Gesundheitsamts Graubünden begleitet die betroffenen Personen während dieser Zeit.

Das COVID Care Team nimmt dabei täglich telefonischen Kontakt mit den Betroffenen auf. Dabei werden Fragen zum Gesundheitszustand gestellt und mögliche Versorgungsbedürfnisse erfasst.

Um Patienten und Personen in Quarantäne effizienter zu betreuen, wurde auch eine spezifische Software entwickelt. Diese wird seit dem 11. Mai getestet und soll am kommenden Montag implementiert werden. Für die Entwicklung der Plattform werden 50.000 Franken investiert. 

Alternativ zur telefonischen Betreuung können sich Patienten zudem für eine Kontaktaufnahme über die COVID Care App Graubünden entscheiden. Diese dient nur zur Kommunikation, verfüge aber „über keine Trackingfunktion“, so der Kanton.

Der Bund stellt mit der Swiss PT-App auch eine freiwillige Möglichkeit für das Contact Tracing bereit. Diese wird im Rahmen einer Pilotphase getestet, bevor sie im Juni landesweit lanciert werden soll. Der Kanton Graubünden hat sich als Testkanton zur Verfügung gestellt. ssp

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