Graubünden intensiviert Hygiene-Kontrollen

26. März 2020 11:25

Chur - Der Kanton Graubünden lehnt die generelle Schliessung von Unternehmen und Baustellen ab. Wenn Schutzmassnahmen nicht eingehalten werden, will er die entsprechenden Betriebe jedoch schliessen. Die Kontrollen werden dafür intensiviert.

In den vergangenen Tagen sei vor allem im Süden Graubündens gefordert worden, der Kanton solle dem Tessin folgen und seine Baustellen schliessen, erläutert der Kantonale Führungsstab des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Er wird von der Kantonsregierung eingesetzt und ist für die Bewältigung von Ausnahmesituationen zuständig. Auf Bundesebene ist für den Umgang mit den Baustellen des Landes bisher noch keine einheitliche Regelung getroffen worden. Der Kanton Tessin habe jedoch „die Schliessung industrieller Betriebe und Baustellen für eine Woche verfügt“ und sei damit „über die Massnahmen des Bundes hinausgegangen“, schreibt der Führungsstab.

Der Kanton Graubünden will dagegen den Vorgaben des Bundes folgen und die Einhaltung der Vorschriften für Hygiene und Abstandhalten überwachen, wird in der Mitteilung weiter informiert. „Eine generelle Schliessung von Unternehmen und Baustellen ist nicht möglich“, erklärt der Kantonale Führungsstab dort. Im Falle der Nichteinhaltung der Vorschriften sollen die entsprechenden Betriebe jedoch geschlossen werden. Um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen, will der Kanton seine Kontrollen intensivieren. Die Kantonspolizei habe ihre Präsenz bereits verstärkt, heisst es in der Mitteilung. In der Region Moesa haben ihr zufolge zudem „bereits zahlreiche Baustellen geschlossen“. hs

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